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Darf ich Spinat wirklich nicht aufwärmen?

Von meiner Mutter habe ich (weiblich, 40) noch gelernt, dass man Spinat nie aufwärmen soll. Ist das richtig? Ich möchte da kein Risiko eingehen. Und wie kann ich Spinat zubereiten, so dass ihn alle mögen? Gehackten Spinat isst meine Familie nicht gerne. Und was unterscheidet den Frühlings- vom Herbstspinat?
Monika Neidhart*

Lange wurde davor gewarnt, Spinatreste aufzuwärmen. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) sagt dazu: «Da es früher noch keine Kühlschränke gab, konnten sich Mikroorganismen rasch vermehren. Werden Speisereste nach dem raschen Auskühlen jedoch zugedeckt im Kühlschrank aufbewahrt, besteht keine Gefahr mehr, auch nicht durch Nitratbelastung. Einzig der zusätzliche Vitaminverlust und die sensorischen Einbussen müssen in Kauf genommen werden.»

Monika Neidhart

Monika Neidhart

Aus den gleichen Gründen soll tiefgefrorener Spinat nicht langsam aufgetaut, sondern direkt gekocht werden. Und auch die Legende vom eisenhaltigen Spinat ist widerlegt. Dennoch ist Spinat ein wertvolles Gemüse. Es enthält die Vitamine A, C, B9 und E sowie Betakarotin. 100 g Spinat decken ein Viertel des Bedarfs an Kalium ab sowie ein Drittel des Bedarfs an Magnesium und Kalzium.

Neue Studien der Freien Universität Berlin bestätigen, dass Spinat leistungssteigernd sein kann: In einer Versuchsreihe nahmen Sportler täglich bis zu 800 Milligramm Ecdysteron mit erfolgreicher Wirkung zu sich. Das entspricht 6,6 Kilogramm Spinat – täglich. Ecdysteron wird schon seit Längerem zur Leistungssteigerung bei Sportlern eingesetzt. Es ist im Spinat enthalten.

Auch für den Smoothie top

Spinat ist ein traditionelles Verarbeitungsgemüse und wird vorwiegend als tiefgefrorener Blattspinat oder gehackter Spinat verkauft. Schweizer Spinat wird im Anbauvertrag zwischen Nahrungsmittelindustrie und Bauern im Berner Seeland und in der Nordostschweiz kultiviert. Der Anbau ist anspruchsvoll, soll doch kein Unkraut dazwischen wachsen. Geerntet wird zwischen März und November.

Der Frühlingsspinat zeichnet sich durch zarte Blätter aus. Sie eignen sich auch zum Roh geniessen als Salat oder in einem Smoothie. Der Herbstspinat ist kräftiger und herber im Aroma. Er eignet sich zum Blanchieren und Dämpfen.

Frischer wie tiefgefrorener Spinat lassen sich vielseitig verwenden. Etwa als Füllung in Ravioli und Cannelloni zusammen mit Ricotta, Käse, Knoblauch. Spinat schmeckt zusammen mit Lachs sehr gut – auch optisch eine schöne Kombination. Er kann auch einfach gedämpft, allenfalls mit getrockneten Tomatenstreifen und Pinienkernen ergänzt, als Beilage serviert werden.

Spinatblätter kombiniert mit Ziegenkäse oder Feta eignen sich als Belag von Pizza und Flammkuchen. Das Aroma des Spinats kann man mit Knoblauch, Hartkäse oder Rahm abrunden. Als Gewürze reichen Salz und Pfeffer.

Gerichte, die Spinat enthalten, werden oft mit «Florentiner Art» bezeichnet. Dieser Ausdruck geht auf Katharina von Medici zurück, die 1533 den König von Frankreich heiratete. Sie brachte ihre Köche aus Florenz mit, die den Spinat auf vielfältige Weise zubereiten konnten.

* Monika Neidhart ist Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH, www.textwerke.ch

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