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Ratgeber

Bereits jetzt Gartenschädlingen vorbeugen?

An unseren Obstbäumen und Beerenpflanzen haben wir immer wieder Pilzbefall, und in diesem Jahr hatten wir besonders viele wurmstichige Äpfel. Können wir jetzt im Herbst etwas Vorbeugendes tun, damit wir im nächsten Jahr nicht wieder die gleichen Probleme haben werden?
Othmar Ziswiler*

Der Herbst ist im Garten nicht nur der Zeitpunkt, um die Ernte einzufahren, sondern auch schon die Gelegenheit, um den Frühling vorzubereiten. Noch vor ein paar Jahren wurde möglichst alles fein säuberlich zurückgeschnitten und weggeräumt. Das hat sich inzwischen ziemlich stark geändert.

Behutsames Eingreifen

Das Laub wird nur noch wo nötig zusammengenommen, und Blütentriebe von Stauden werden erst im Frühling zurückgeschnitten. Anfallendes Astwerk und Laub kann – zumindest teilweise – im Garten aufgehäuft werden. Dadurch helfen wir verschiedenen Tierarten, den Winter zu überstehen. Wo nötig, können die Äste im Frühling entsorgt und das Laub kompostiert werden.

Eine Ausnahme ist das Laub von Obstbäumen und Beerensträuchern. Es empfiehlt sich, dieses zusammenzurechen und zu entsorgen. Der Grund sind Schadpilze, die auf dem Laub überwintern können. Insbesondere das Laub mit Schorfbefall ist im Frühling die Quelle für die sogenannte Primärinfektion: Gleichzeitig mit dem Austrieb des neuen Laubs bilden sich winzige Sporen auf den auf dem Boden liegenden Blättern vom vergangenen Jahr. Diese werden vom Wind auf die neu austreibenden Blätter verweht. Dort keimen sie und infizieren den Baum aufs Neue.

Um Schorfbefall vorzubeugen, sollten im Winter die Obstbäume jedes Jahr geschnitten werden. Dadurch werden die Kronen nicht zu dicht, und das Laub kann nach Regenfällen schneller wieder abtrocknen.

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Email: ratgeber@luzernerzeitung.ch
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Robustere neue Sorten

Bei Neupflanzungen – der Herbst ist wegen der Regenfälle im Winter der ideale Zeitpunkt, um Obstbäume zu pflanzen – lohnt es sich, von der Baumschule eine robuste Sorte zu beziehen. Neue Sorten sind schorf-, mehltau- und feuerbrandtolerant oder sogar -resistent. Dadurch kann in den meisten Fällen im Hausgarten auf Spritzungen gegen Pilze verzichtet werden.

Lassen Sie sich bei der Wahl auch nicht von den bekannten Sortennamen wie Gala, Golden oder Breaburn verführen. Das sind Standardsorten für die Obstproduzenten, für den Hausgarten gibt es aber besser geeignete.

«Apfelwurm» bekämpfen

Beim «Würmchen», welches die Äpfel so gerne bewohnt, handelt es sich um die Raupe eines etwa 2 Zentimeter grossen Schmetterlings. Diese überwintert im Boden oder unter der Rinde von Bäumen. Trotzdem lohnt es sich, das Fallobst zusammenzulesen und zu entsorgen. Am besten nicht auf dem Hauskompost, da dieser oft nicht genügend warm wird, sodass die Maden überleben. Da Vögel und verschiedene andere Nützlinge diese Räupchen gerne fressen, kann mit Nützlingsförderung der Schädling auch reguliert werden. Aber natürlich ist es nicht möglich, dadurch zu 100 Prozent wurmstichlosen Äpfeln zu kommen. Gerade nach einem Jahr mit so vielen Würmern wie 2018 lohnt es sich, im kommenden Jahr mit einem biologischen Mittel den Schädling zu bekämpfen.

* Othmar Ziswiler, Leiter Gärtnerischer Detailhandel Jardin Suisse. Infos: www.jardinsuisse.ch

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