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Bei Vertragsabschluss kam der beste Likör auf den Tisch

Ratafià heissen die Schnäpschen, die angesetzt werden mit Kräutern, Früchten, Nuss- oder Obstkernen.
Ingrid Schindler

Liköre aus gezuckertem Branntwein, mit Kräutern, Früchten, Nuss- oder Steinobstkernen angesetzt, sind im Mittelmeerraum verbreitet. Wurde ein Vertrag unterzeichnet, kam der beste Likör auf den Tisch. Res rata fiat, lat. für «die Sache ist besiegelt», wurde im Lauf der Zeit zu Ratafià verkürzt. In Italien, der Dauphinée, Savoyen, Katalonien oder im Tessin besiegelt man sie gern mit einem Nüsseler, Nocino, Liqueur de noix oder Ratafià, nach österreichischem Appetitlexikon von 1894 «eines der angenehmsten Mund-Parfümiermittel».

Man stellt ihn aus unreifen, grünen, um Johanni geernteten oder reifen Baumnüssen im Herbst her. Nach dem Rezept von Kerstin Greiner (Bäume in Küche und Heilkunde, AT Verlag) füllt man 150 g leicht geröstete, reife Nusskerne mit 1 Vanillestange, der Schale einer ½ Orange, 1 Scheibe Ingwer, 100 g weissem Kandiszucker mit 3 dl Cognac, Weinbrand oder braunem Rum in eine Flasche und gibt 7 dl Grappa oder Korn dazu. Nach vier Wochen an einem warmen, dunklen Ort filtert man ihn ab, füllt ihn um und lässt ihn weitere vier Wochen reifen. Je länger, desto besser. Ratafià aus grünen Nüssen ist feiner und raffinierter. Beide harmonieren bestens mit Vanilleglace.

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