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«Querbeet»-Kolumne: Süsse Flucht aus dem sommerlichen Alltag

In ihrer Gartenkolumne schreibt unsere Autorin Silvia Schaub diese Woche über Beeren und Früchte, die süssen Freuden des Sommers.
Silvia Schaub
Köstliche Überraschung: Es ist wieder Brombeeren-Zeit. Bild: Shutterstock

Köstliche Überraschung: Es ist wieder Brombeeren-Zeit. Bild: Shutterstock

Normalerweise muss ich mich in Geduld üben, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin. Was gibt es da für ihn nicht alles zu erschnuppern! Aber in diesen Tagen ist es umgekehrt. Da komme ich auf den Spaziergängen kaum vom Fleck. Was gibt es da nicht alles an Beeren zu pflücken!

Auch in meinem Garten stehen einige Sträucher mit Him-, Johannis- oder Stachelbeeren. Sie sind mittlerweile abgepflückt. Und auswärts schmecken die Beeren noch viel süsser und köstlicher. Nicht dass ich über Nachbars Zaun naschen würde. Das ist tabu. Ausser, die Früchte hängen direkt in meinen Garten …

Ich habe es auf den Spaziergängen mit meinem Hund ohnehin auf andere Sorten abgesehen. Brombeeren zum Beispiel. Sie sind für mich so etwas wie der Inbegriff von Sommer. Und weil ich sie so liebe, aber nicht unbedingt ihre stacheligen Stauden im Garten haben möchte, zieht es mich derzeit an die Waldränder, wo es davon in Hülle und Fülle gibt. Manchmal habe ich Glück und finde noch Himbeeren, in höheren Lagen sogar Heidelbeeren und demnächst auch Holunder. Ich nehme dabei nicht gleich die untersten Beeren, es könnte ja sonst noch wer in der Gegend herumstreunen – Füchse zum Beispiel.

Das Beerenpflücken ist für mich eine kleine Flucht aus dem Alltag. Ob es daran liegt, dass man sie eben zuerst finden muss und sie nicht einfach im Garten stehen? Jedenfalls kann ich die Zeit ver- gessen und mich über die herrlichen Früchte freuen, die jedes Jahr aufs Neue wie kleine Wunder heranwachsen.

Erst kürzlich habe ich auf einem solchen Spaziergang einen Mirabellenbaum entdeckt – die Früchte perfekt reif. Da fragt man sich: Wem gehören die köstlichen Dinger, die da auf öffentlichem Grund vor sich hinreifen? Ich bin da pragmatisch und nehme nur so viel davon, dass für andere etwas übrig bleibt.

Eine Handvoll davon reicht meist schon aus für ein köstliches Birchermüesli. Oder ich gefriere sie ein, bis ich eine rechte Portion zusammenhabe, und stelle daraus Konfitüre her. Oder ich nehme das wunderbare neue Kochbuch «Apfelduft und Heidelbeerblau» von My Feldt zur Hand (AT-Verlag, circa 37 Franken). Da kann ich mich in den Geschichten der schwedischen Konditorin und den Bildern ihrer Rezepte verlieren. Im Buch dreht sich alles um saisonale Früchte, allen voran um Beeren. Die Rezepte für die Kuchen, Tartes, Tartelettes oder Kekse hat sie von ihrer Oma oder von einem befreundeten Koch, der sie wiederum von seiner Oma hat.

Das Gute an den Rezepten: Man kann sie bestens an die gepflückten Früchte anpassen. Mein Favoritrezept habe ich bereits gefunden. Es ist äusserst einfach zuzubereiten: Crumble. Die Herstellung ist immer gleich: einfach eine Sorte Beeren (oder andere Früchte) auswählen, mit einer Schicht Streusel bedecken und ab in den Backofen. In diesen Tagen gibt es bei mir – natürlich – Brombeer-Crumble.

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