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Pfeilschnell: der neue Mercedes-AMG A45 S

Der Mercedes-AMG A45 S bringt Fahrleistungen in die Kompaktklasse, die man eher einem Supersportwagen zuschreiben würde.
Philipp Aeberli
Mit optionalem Spoilerkleid und knallig lackiert, ist die sportlichste A-Klasse alles andere als dezent. Man kann den A45 natürlich auch zurückhaltender zusammenstellen. Bild: Mercedes

Mit optionalem Spoilerkleid und knallig lackiert, ist die sportlichste A-Klasse alles andere als dezent. Man kann den A45 natürlich auch zurückhaltender zusammenstellen. Bild: Mercedes

Das Tempo ist rasant. Das des Autos und vor allem jenes des Fortschritts. Der prestigeträchtige Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden. Vor einigen Jahren noch schafften dies nur ausgewiesene Supersportwagen wie ein Ferrari F430 (2004–2009) oder der Porsche Carrera GT (2003–2006), die den Spurt in 3,9 Sekunden absolvieren.

Anno 2019 durchbricht zum ersten Mal ein serienmässiger Kompaktwagen die Vier-Sekunden-Schallmauer: Der Mercedes-AMG A45 S.

Das spricht nicht allein für die enorme Leistung, welche die Hersteller inzwischen in ihre sportlichen Kompakten packen, sondern vor allem für den technischen Fortschritt, wenn es darum geht, die Kraft effizient und sicher auf die Strasse zu bringen.

Denn während die genannten Supersportwagen nach einer kundigen Hand am Lenkrad verlangten, gibt sich der schnelle Kompakt-Stern zunächst erstaunlich zahm, Allradantrieb und 8-Gang-Doppelkupplungsautomatik sei Dank.

Das Fahrwerk wirkt zwar sportlich straff, was in diesem Umfeld aber nicht störend wirkt, und das Interieur ist hochwertig und voll mit digitalem Hightech und auf dem neuesten Stand. Kurzum: Auch in der stärksten Ausgabe bleibt die A-Klasse alltags- und reisetauglich, von den etwas höheren Abrollgeräuschen abgesehen. Und unter dem Blech des optisch je nach Ausstattung mehr oder weniger dezent auftretenden Fünftürers stecken noch andere Talente.

Ladedruck ersetzt Hubraum

Der A 45 von hinten. Bild: Mercedes

Der A 45 von hinten. Bild: Mercedes

Verantwortlich für die Fahrleistungen der sportlichsten A-Klasse ist natürlich der Antrieb. Schon die Vorgänger-Generation des A45 sorgte 2013 für Aufsehen: 360 PS aus nur zwei Litern Hubraum.

Für die Neuauflage konnte AMG nun sogar noch mehr Pferde mobilisieren, obwohl der Hubraum des Vierzylinders deswegen nicht etwa vergrössert wurde. Die grösste Änderung: Der Motor wurde um 180 Grad gedreht; Turbolader und Abgaskrümmer sitzen nun hinten, sodass der Ansaugtrakt direkt an der Front sitzt. Der Motor bekommt also mehr Luft. Ein neuer Turbolader, der bis zu zwei Bar Druck generiert, sowie überarbeitete Motor-Innereien sorgen für 387 PS und 480 Nm im Basismodell und gar 421 PS und 500 Nm im stärkeren A45 S.

Erstaunlich ist nicht allein die schiere Leistung und der für einen Kompaktwagen beinahe schon unanständig starke Vortrieb, sondern in erster Linie die Art und Weise, wie der A45 S seine Kraft entfaltet. Er baut schon aus sehr tiefen Drehzahlen heraus kontinuierlich Druck auf und wirkt dadurch sehr harmonisch; das maximale Drehmoment liegt erst bei 5000 Umdrehungen an, was viel eher an einen Saugmotor als an einen modernen Turbo erinnert. Das gilt auch für die Maximaldrehzahl von 7200 Umdrehungen. Mit Partikelfilter, Segelfunktion und Stop-Start-Automatik ist der starke AMG trotzdem so vernünftig wie überhaupt möglich; er verbraucht laut Werk 8,3 Liter auf 100 km.

Damit die Kraft auf der Strasse ankommt, wird der A45 serienmässig mit Allradantrieb ausgestattet. Er bringt bis zu 50 Prozent der Kraft bei Bedarf auf die Hinterachse, wo ein neues Differenzial über zwei Kupplungen die Kraft auf die Räder verteilt. So kann das Fahrverhalten nach Wunsch beeinflusst werden: Von sicher und neutral bis sportlich und Fahrspass-orientiert im sogenannten «Drift-Modus».

Schnell und sicher unterwegs

Die Innenansicht des pfeilschnellen Wagens. Bild: Mercedes

Die Innenansicht des pfeilschnellen Wagens. Bild: Mercedes

Auf kurvigen Landstrassen, wo der kompakte AMG sein sportliches Talent wohl meistens unter Beweis stellen wird, überzeugt er mit Agilität und Präzision. Nur gelegentlich macht sich der komplexe Allrad durch ein leichtes Zerren in der Lenkung bemerkbar. Vor allem aber sorgt er dafür, dass der Stern auch bei hohen Tempi sehr sicher und spurstabil unterwegs ist.

Auf die Strasse kommt der AMG A45 im September, zeitgleich mit dem identisch motorisierten AMG CLA45. Er kombiniert die starken Fahrleistungen mit der eleganten Form einer Coupé-Limousine.

Die Preise stehen für beide Modelle noch nicht fest; das bisherige Topmodell, der AMG A35 mit 306 PS, kostet ab 59 200 Franken. Für den erneuten Leistungszuwachs dürfte Mercedes auch finanziell einen ordentlichen Zuschlag einfordern. Doch verglichen mit den genannten Supersportwagen-Ikonen ist der A45 dennoch preiswert. Und praktischer noch dazu.

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