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Ab zwei Stangen wird der Alkohol zum Risiko

Rund vier Prozent der Bevölkerung trinkt zu viel. Die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen schraubt nun seine Empfehlungen für den Konsum herunter.
Bruno Knellwolf
Während der Fussball-WM steigt der Bierkonsum. (Bild: Alexandra Wey/KEYSTONE)

Während der Fussball-WM steigt der Bierkonsum. (Bild: Alexandra Wey/KEYSTONE)

So eine Meldung erhält während einer Fussball-WM besondere Aufmerksamkeit, weil nicht wenige während dieser Wochen ihren Alkoholkonsum deutlich nach oben geschraubt haben. Das Ausscheiden des Schweizer Teams hat den Konsum wohl wieder auf Normalniveau reguliert. Doch was ist normal? Gemäss der Eidgenössischen Kommission für Alkoholfragen (Ekal) höchstens zwei Gläser für Männer und höchstens eines für Frauen pro Tag. Mit einem Standardglas ist eine Stange Bier, ein Glas Wein oder ein Schnäppschen gemeint, wie sie in einem Restaurant ausgeschenkt werden.

Den Wert nach unten korrigiert

Aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse hat die Ekal ihre Empfehlungen für einen risikoarmen Alkoholkonsum nach unten korrigiert. Zuvor hat man zwei bis maximal drei Gläser für Männer empfohlen und Frauen eines bis maximal zwei. Der tiefere Wert entspricht auch den Empfehlungen, die Suchttherapeuten schon seit Jahren fordern.

Empfohlen werden von der Ekal auch Tage der Abstinenz. Jede Woche sollten mehrere alkoholfreie Tage eingeschaltet werden. Um den Nachwuchs nicht zu gefährden, wird Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, gänzlich vom Alkohol abgeraten. Auch während der Stillzeit, weil dieser direkt auf das Baby wirkt.

Zu Vorsicht werden ältere Menschen gemahnt und solche, welche Medikamente schlucken müssen. Jugendliche unter 16 Jahren sollten sowieso keinen Alkohol trinken, den sie auf legalem Weg auch nicht kaufen können. Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit liessen bereits nach dem ersten Glas nach, schreibt die Kommission. Nicht nur auf der Strasse.

Vier Prozent trinken zu viel

Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit trinken in der Schweiz rund vier Prozent der Bevölkerung zu viel. Jeder Fünfte trinkt zudem an einzelnen Tagen zu viel: Männer fünf Gläser, Frauen vier. Da fühlt sich nun mancher betroffen. Auch die Zwei-Stangen-Regel wird manchen den Kopf schütteln lassen. Zwar können 95 Prozent der Bevölkerung mit Alkohol umgehen. Den anderen und insbesondere ihren Familienmitgliedern kann er das Leben zerstören. Zudem verursacht der Alkohol drei Milliarden Franken Gesundheitskosten.

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