Neidern eins auswischen

Nur noch alle paar Monate gehen in der Arena in Thal die Lichter an. Am Samstag lädt Veranstalter Norman Friedrich in die immer noch grösste Disco der Ostschweiz. Im Interview erzählt er, warum man heute im Party-Geschäft mit Zahlen prahlen muss und warum er seinen DJ-Namen gerne auf den Flyer setzt.

Roger Berhalter
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Eine Nacht lang Techno: Am Samstag wird die Grossdisco Arena in Thal zur «Dancecity». (Bild: Rudolf Hirtl)

Eine Nacht lang Techno: Am Samstag wird die Grossdisco Arena in Thal zur «Dancecity». (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Arena stand jahrelang leer. Die Neueröffnung Ende 2007 lockte nur für kurze Zeit wieder Besucher an. Warum wollen Sie die Arena jetzt mit einer Techno-Party wiederbeleben?

Norman Friedrich: Für mich zählt dabei vor allem der Spass.

Was bieten Sie am Samstag?

Friedrich: Eine richtig gute Party mit richtig guten Leuten. Wir richten sieben Dancefloors mit verschiedenen Musikstilen ein, von Trance bis Chill-out. Es gibt eine Feuershow im Freien und ein Restaurant. 75 nationale und internationale DJs kommen, zum Beispiel Svenson aus Belgien oder Public Domain aus Schottland.

Wieso braucht ihre Party 75 DJs?

Friedrich: Mit dieser Zahl machen wir die Grössenordnung dieser Party auf einen Blick klar. Auch wer die Namen nicht kennt, bekommt so einen Eindruck davon, was ihn erwartet. So viele DJs in der gleichen Nacht – so etwas gibt's sonst höchstens in Zürich.

Auch ihr Name steht auf dem Flyer. Sie werden ebenfalls auflegen?

Friedrich: Kaum. Ich wollte vor allem deshalb meinen DJ-Namen auf den Flyer drucken, um den Neidern in der Szene eins auszuwischen (lacht).

Wie viele Leute erwarten Sie?

Friedrich: Über konkrete Zahlen rede ich nicht.

In der Arena haben 3000 Leute Platz…

Friedrich: Ich erwarte nicht, dass die Glanzzeiten der Arena zurückkehren. Die Rahmenbedingungen haben sich seither verändert.

Ende Oktober eröffnet im St. Galler Industriegebiet eine weitere Grossdisco. Eine Konkurrenz für die Arena?

Friedrich: Wir haben ja keinen regelmässigen Betrieb mehr, also kann es für uns gar keine Konkurrenz geben. Wir sehen das entspannt. Die Arena bleibt die grösste Disco der Ostschweiz.

Wie sieht die Zukunft aus? Ist eine weitere «Dancecity» geplant?

Friedrich: Das kann ich ebenso wenig sagen, wie ich die kommenden Lottozahlen jetzt schon kenne. Erst in der Samstagnacht werden wir sehen, ob unser Partykonzept funktioniert.

www.dancecity.ch

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