Musik und Glaube

LUCERNE FESTIVAL Das morgen beginnende Lucerne Festival spürt in diesem Jahr dem Verhältnis von Musik und Glauben nach. Rund 70 Konzerte umfasst das Programm bis zum 15. September. Das Rückgrat bilden die 29 Sinfoniekonzerte mit renommierten, internationalen Orchestern.

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Klassik pur: Das Lucerne Festival. (Bild: ky)

Klassik pur: Das Lucerne Festival. (Bild: ky)

LUCERNE FESTIVAL

Das morgen beginnende Lucerne Festival spürt in diesem Jahr dem Verhältnis von Musik und Glauben nach. Rund 70 Konzerte umfasst das Programm bis zum 15. September. Das Rückgrat bilden die 29 Sinfoniekonzerte mit renommierten, internationalen Orchestern. Festivalintendant Michael Haefliger spricht von einem musikhistorisch und konfessionell weit gespannten Spektrum unter dem Leitmotiv «Glaube». Es reicht von geistlichen Werken Bachs bis zu Schönbergs Oper «Moses und Aron». In der Reihe «Glaubensbekenntnisse» werden spirituelle Welten vorgeführt. Mit «Letzte Werke, letzte Worte» richtet das Festival den Blick auf den Tod. Unter anderem werden die drei berühmten Neunten Sinfonien von Beethoven, Bruckner und Mahler, aber auch Alban Bergs als Requiem gedachtes Violinkonzert sowie der Karfreitagszauber aus Wagners «Parsifal» aufgeführt. Eröffnet wird das Festival nicht wie ursprünglich vorgesehen mit Mahlers Achter Sinfonie. Abbado hat die Aufführung aus «künstlerischen Gründen» abgesagt. Damit bleibt der Luzerner Mahler-Zyklus, den Abbado mit dem Orchester aufgebaut hat, unvollendet. (sda)

JAZZ FESTIVAL WILLISAU

Rockiger geworden

Das Jazz Festival Willisau gehört zu den inspirierendsten Festivals mit zeitgenössischer improvisierter Musik. Auch in diesem Jahr präsentiert Arno Troxler vom 22. bis 26. August eine kluge Auswahl mit den Schwerpunkten USA und Schweiz. Das Spektrum der Musik ist weiter, der Sound rockiger geworden, die Elektronik nimmt breiteren Raum ein. Zum Auftakt spielt in diesem Jahr der Berner Oberländer Dimitri Grimm (Dimlite) mit dem Schlagzeuger Julian Sartorius. Zwei amerikanische Formationen zeigen die enorme Bandbreite: der Pianist Jason Moran, der in einer Jazztradition steht, anderseits die Gruppe These Arches des jungen Schlagzeugers Ches Smith an der Schnittstelle von Rock und Jazz. (sda)

Jason Moran (Bild: ap/Joe Giblin)

Jason Moran (Bild: ap/Joe Giblin)

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