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Mode an der Art Basel: wie sich Pipilotti Rist, Kunstsammlerinnen und Kuratorinnen kleiden

Nirgendwo sonst trifft man so viele gut angezogene Leute wie an der Art Basel. Ein Rundgang.
Text und Fotos: Helen Lagger
Eva & Adele, Künstlerduo aus Berlin. «Pink ist für uns ein Statement», sagen die Performancekünstler. Eva & Adele, Künstlerduo aus Berlin. «Pink ist für uns ein Statement», sagen die Performancekünstler.
Pipilotti Rist in einem dreiteigligen indischen Kleid vor Coco Fuscos «Tin Man of the 21th Century».Pipilotti Rist in einem dreiteigligen indischen Kleid vor Coco Fuscos «Tin Man of the 21th Century».
Wie gepixelt. Pipilotti Rists bunte Schuhe.Wie gepixelt. Pipilotti Rists bunte Schuhe.
Jian Xu, die Mitarbeiterin eines Auktionshauses in Hongkong ist nach Basel gekommen, um ihre Privatsammlung zu erweitern. Sie trägt ein schwarzes Kleid der Designerin Ann Demeulemeester.Jian Xu, die Mitarbeiterin eines Auktionshauses in Hongkong ist nach Basel gekommen, um ihre Privatsammlung zu erweitern. Sie trägt ein schwarzes Kleid der Designerin Ann Demeulemeester.
Jian Xus Schuhe von Miu Miu: die Schnallen sind mit Strass verziert.Jian Xus Schuhe von Miu Miu: die Schnallen sind mit Strass verziert.
Norah und Norman Stone, Sammlerpaar aus San Francisco. Sie trägt eine orange Stola der Designerin und Fotografin Elke Walter. Er ein kariertes Sakko von Comme des Garçons. Seinen violetten Pullover ziert ein Motiv des Künstlers Jean-Michel Basquiat.Norah und Norman Stone, Sammlerpaar aus San Francisco. Sie trägt eine orange Stola der Designerin und Fotografin Elke Walter. Er ein kariertes Sakko von Comme des Garçons. Seinen violetten Pullover ziert ein Motiv des Künstlers Jean-Michel Basquiat.
Norah Stones knallrote Tasche von Issey Miyake.Norah Stones knallrote Tasche von Issey Miyake.
Siska Dezutter, Kunstsammlerin aus Brüssel, posiert im orangefarbenen Hemdkleid vor einer Wandinstallation von Donald Judd.Siska Dezutter, Kunstsammlerin aus Brüssel, posiert im orangefarbenen Hemdkleid vor einer Wandinstallation von Donald Judd.
Kathleen Bühler (in Viento und Marccain), Leiterin der Abteilung Gegenwartskunst, Kunstmuseum Bern, vor einer Fotografie Julian Charrières.Kathleen Bühler (in Viento und Marccain), Leiterin der Abteilung Gegenwartskunst, Kunstmuseum Bern, vor einer Fotografie Julian Charrières.
«Angezogen wie immer», sagt Basim Magdy, Künstler aus Basel.«Angezogen wie immer», sagt Basim Magdy, Künstler aus Basel.
Xu Wang, Journalistin aus Shanghai.Xu Wang, Journalistin aus Shanghai.
Raul Porillo Sama, Sammler aus Havanna.Raul Porillo Sama, Sammler aus Havanna.
Domenico Positano, Kunstfreund aus Mailand.Domenico Positano, Kunstfreund aus Mailand.
High Heels von Yves Saint-Laurent.High Heels von Yves Saint-Laurent.
Taschenskultpuren von Erich Wurm.Taschenskultpuren von Erich Wurm.
15 Bilder

Art Basel

Die Kunstsammlerin Siska Dezutter aus Brüssel schaut sich an der Art Basel gerade am Stand bei der renommierten Galerie David Zwirner um. Sie trägt ein fluoreszierendes oranges Hemdkleid. Auf ihren Look angesprochen, meint sie lapidar:

«Mein Mann verliert mich so nicht aus den Augen.»

Neben der Wandinstallation des Minimalisten Donald Judd lässt sie sich bereitwillig fotografieren. Nicht alle Sammler und Sammlerinnen sind so offen. Eine Frau im Hosenanzug aus Jeans, die Gucci Loafers mit Erdbeeren darauf spazieren führt, posiert bereitwillig.

Doch ihr Partner ruft «No names please».

Mit typisch amerikanischer Lässigkeit spricht hingegen das Sammlerpaar Norman und Norah Stone aus San Francisco über seinen Look. Sie sind gerade dabei, Bratwürste im Hof des Messegeländes zu essen, und sehen fabelhaft flamboyant aus.

Seit 35 Jahren an der Art Basel

Die orange Stola, die Norah Stone wie eine Blume aussehen lässt, ist ein Entwurf der Designerin und Fotografin Elke Walter. Deren Kleider haben etwas Skulpturales. Stone kombiniert das orange Prunkstück mit einer knallroten Tasche von Issey Miyake, die mit strukturierten Flächen besticht. Sie sagt lachend:

«Ich war immer schick. Ausser als ich ein Baby war.»

Ihr Mann, mit dem sie seit 35 Jahren zusammen ist und mit dem sie seit ebenso langer Zeit die Art Basel besucht, steht ihr in nichts nach. Er trägt ein kariertes Sakko des japanischen Labels Comme des Garçons. Er ist überzeugt:

«Gute Mode ist Kunst.»

Ein Motiv des Künstlers Jean-Michel Basquiat ziert seinen violetten Pullover.

High Heels und andere märchenhafte Schuhe

Zurück im Messegetümmel gibt es Trends zu sehen, die sich seit Jahren wiederholen: Männer kombinieren ihren zur Abwechslung bunten Anzug zu Sneakers, die Damen tragen auffällige Labeltaschen und schwindelerregend hohe Schuhe.

Raffiniert und schick ist Jian Xu aus Hongkong gekleidet. Die Mitarbeiterin eines Auktionshauses ist an der Art, um ihre Privatsammlung zu erweitern, wie sie sagt. Sie trägt ein schwarzes Kleid der Designerin Ann Demeulemeester. Dieses schlichte Stück kombiniert sie mit geradezu märchenhaften Schuhen von Miu Miu: Riesige, mit Strass besetzte Schnallen zieren das flache Schuhwerk.

Wie er angezogen sei? Wie immer

Nicht anders, als man sie gemeinhin kennt, ist Kathleen Bühler, die Leiterin der Abteilung Gegenwartskunst am Kunstmuseum Bern, gekleidet. Ihr Markenzeichen sind die kurzen Haare, die an die Surrealistin Meret Oppenheim denken lassen. Sie trägt einen Rock und eine Bluse des unprätentiösen Labels Viento und eine Jacke von Marc Cain. Sie lässt sich vor einer schwarz-weissen Fotografie des Schweizer Künstlers Julian Charrière fotografieren.

Lässig ist auch Basim Magdy, ein Künstler aus Basel, unterwegs. Wie er angezogen sei? «Wie immer», sagt der Mann in Jeans und engem petrolgrünem Pullover.

Pink als Statement

Zwei, die ganz genau wissen, was sie tragen, sind hingegen die Performancekünstler Eva & Adele. Das in Berlin lebende Künstlerduo tritt seit 1989 auf Kunstausstellungen in exzentrischer Kleidung und gänzlich kahl geschoren auf. Sie sind lebendige Kunstwerke. Trotz ihrer eindeutig weiblichen Kleidung stehen die beiden für eine frei wählbare Geschlechteridentität ein.

Heute sind sie ganz in Pink gekleidet. «Pink ist für uns ein Statement» , sagt Eva. Die Farbe verweise einerseits auf den Rosa Winkel, den Homosexuelle im Dritten Reich hätten tragen müssen, und stehe anderseits für Offenheit und Lebensfreude.

Pipilotti will zurückschiessen

Eine Künstlerin, die genau das verkörpert, ist Pipilotti Rist. Die für ihre knallbunten Arbeiten weltweit bekannte Künstlerin trägt ein dreiteiliges indisches Kleid. «Ich weiss nicht mehr, wie das heisst, aber ein Sari ist es nicht», so Rist. Ihre Haare sind algengrün gefärbt, und die geflochtenen Schuhe erinnern an bunte Pixel aus einem Video. Das gibt gute Laune. Fotografieren lässt sich sie nur, wenn sie danach zurückschiessen darf. Wer könnte auf einen echten Rist mit sich selbst drauf verzichten?

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