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Mit schönem Blick auf den See

Im Landhaus oberhalb von Rheineck ist von Gino Kobi und Ramona Eigenmann alles hausgemacht.
Rolf App
Die Aussichten vom Landhaus sind gut, kulinarisch wie landschaftlich. (Bild: Urs Bucher)

Die Aussichten vom Landhaus sind gut, kulinarisch wie landschaftlich. (Bild: Urs Bucher)

Würde nicht gerade ein – angesichts trockener Felder und Gärten dringend herbeigesehnter – Regen niedergehen, wir könnten noch ein wenig draussen sitzen auf der schönen Terrasse, hinüberschauen zum Buechberg mit seinen Weinbergen und hinunter zum Bodensee. Jetzt aber ist es kühl, die Aussicht verhangen, aber durchaus romantisch. Und romantisch, das heisst alt und stattlich, ist auch das Landhaus oberhalb von Rheineck, in dem der humorvolle Gino Kobi und die freundliche Ramona Eigenmann vor fünf Jahren ihr Restaurant einrichteten, nachdem sie zuvor sieben Jahre lang im «Rössli», Kaien, gekocht und gewirtet hatten. Auch dort mit bemerkenswertem kulinarischem Resultat.

Mit seinem Holzinterieur strahlt das Haus im Innern viel Atmosphäre aus. Alles ist hausgemacht Die Karte ist klein, umso verheissungsvoller liest sie sich. Da sind, zum Beispiel, der Landhaus-Pulpo (26.–) oder das Jakobsmuscheltatar (28.–) als Vorspeisen, da sind unter den Hauptspeisen Saltimbocca vom Poulet (42.–), Zweierlei aus dem Meer (67.–) und der täglich frische Fisch. Uns haben es zwei andere Hauptgerichte angetan: das Schweinsfilet im Speckmantel (46.–) und 3 vom Kalb (55.–). Doch wie bei uns üblich, arbeiten wir uns vor, fangen mit einem gemischten Salat (12.–) an und probieren dann die Suppen. Bei den kleinen Brötchen, die dazu mit leicht gesalzener Butter gereicht werden, können wir uns nur schwer zügeln. Sie sind, wie alles, das auf den Tisch kommt, hausgemacht.

Wo sind wir stehen geblieben? Ja, bei den Suppen. Das ist ein besonderes Kapitel. Das Passionsfrucht-Kokosnusssüppchen mit Crevette (17.–) schmeckt sehr erfrischend, das lauwarme Avocadosüppchen mit Pantli (17.–) geht in eine ganz andere Richtung. Wir sind jetzt bereit für die Hauptsache – und werden nicht enttäuscht. Das Fleisch ist erstklassig, das Schweinsfilet im Speckmantel sehr zart, und die 3 vom Kalb lassen mich innehalten. Weil dieses zarte Filet, der knusprige süss-scharfe Speck und das geradezu auf der Zunge zergehende Stück Milke nicht so rasch vom Teller verschwinden sollen.

Viel Arbeit macht Gino Kobi sich dann auch bei den Desserts, dem Schokoladenküchlein mit Sauerrahmglace (16.–) und der raffiniert verpackten, auf ein Mandelfinancier gesetzten und von einem kalten Pfirsichsüppchen umflossenen Sauerrahmmousse (16.–). Sie sind der letzte Höhepunkt des Abends, den ein fruchtiger Weisswein, der Kerner von Roman Rutishauser (32.–/5 dl), begleitet. Er stammt vom Buechberg gleich gegenüber, der jetzt, zu späterer Abend- stunde, langsam samt der Seenlandschaft ins Dunkel abtaucht. Während wir uns hochzufrieden auf den Heimweg machen.

Landhaus

Appenzellerstr. 73, 9424 Rheineck, Tel. 071 888 12 60,

info@landhaus-rheineck.ch, www.landhaus-rheineck.ck

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11–15 und 17–24 Uhr

Karte: Hauptgerichte 42.– bis 67.–, Hauptgang vegetarisch 39.–

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