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Mit Pfefferminz ist jeder ein Prinz

Aus ihr machen wir einen der beliebtesten Tees, ihr ätherisches Öl gibt Zahnpasta den gewissen Kick. Auch die Naturheilkunde nutzt die Pfefferminze, und das von Kopf bis Fuss.
Ulrike von Blarer Zalokar
Pfefferminze: vielseitig für Genuss und Gesundheit einsetzbar. (Bild: Getty)

Pfefferminze: vielseitig für Genuss und Gesundheit einsetzbar. (Bild: Getty)

In der Naturheilkunde wird die gepfefferte Mentha piperita rund um den Globus verwendet, als Tinktur und oft als Öl. Auch als Aufguss: heisses Wasser, ein paar Blätter, fertig. Pfefferminzöl ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Tinkturen verschreiben Naturheilpraktiker.

Therapeutisch hilft Mentha piperita Kopf, Atmung, Mund und Darm. Sogar der Haut, so an den Füssen. Und auch bei Müdigkeit und Konzentrationsstörungen setzt man sie ein.

Bei Migräne und Spannungskopfschmerz reibe man Schläfen und Stirn grosszügig mit Pfefferminzöl ein.

Gemäss einer Studie soll das genau so gut wirken wie ein Gramm Paracetamol.

Antibakterielles Menthol

Menthol, der therapeutisch wichtigste Stoff der Mentha piperita und in Pfefferminzöl reichlich vorhanden, wirkt antibakteriell und fördert den Sekretfluss. So hilft bei Atembeschwerden und Erkältungen das Inhalieren: Pfefferminzblätter nur erhitzen, das reicht. Alternativ: ein paar Tropfen Pfefferminzöl in heisses Wasser. Bei Rachen- und Zahnfleischentzündungen helfen Mundspülungen. Das erfrischende Mittel soll nicht nur antibakteriell wirken, sondern auch gegen einige Viren, so Herpes simplex.

Wer also merkt, dass ein Fieberbläschen entsteht, tupfe sofort etwas Pfefferminzöl drauf.

Pfefferminztee als Gesichtswasser bei Akne

Überhaupt die Haut: Zum Beispiel bei Akne, zumindest bei leichter, lassen sich mit Pfefferminztee als Gesichtswasser gute Erfolge erzielen. Stärker wirkt Pfefferminzöl: Einige Tropfen in einen Esslöffel Sonnenblumenöl geben und sich damit die betroffenen Stellen einreiben. Hilft zudem bei schweren Beinen oder Muskelschmerzen. Sogar Fusspilz beugt Pfefferminzöl vor, ja bekämpft ihn auch.

Magen und Darm tut Mentha piperita ebenfalls gut. Sie regt Gallen- und Magensäfte an, was den Appetit anregt.

Pfefferminzöl ist krampflösend, entspannt die glatte Muskulatur von Magen und Darm, hilft bei Blähungen und Völlegefühl.

Reizdarm-Betroffene sollten der Pfefferminze eine Chance geben, sie hilft oft – dazu werden magensaftresistente Kapseln empfohlen, damit das Öl erst im Darm freigesetzt wird.

Kühlender warmer Tee

Und warum trinkt man im Sommer am besten heissen Pfefferminztee, so wie es die Marokkaner, Berber, Tuareg tun? Der Grund aus Sicht der TCM: Ist das Getränk kalt, muss der Magen einige Energie abziehen, die eigentlich zum Kühlen der Haut benötigt würde, um damit die Kälte im Magen auszugleichen. Ist das Getränk bereits warm, braucht der Magen keine Energie.

Der Extra-Vorteil beim Pfefferminztee: Seine ätherischen Öle kühlen die Haut zusätzlich. Bald sind ja Sommerferien, am besten packt man auch Pfefferminzöl ein:

Ein, zwei Tropfen auf ein Tüchlein geben, inhalieren, das hilft bei Reiseübelkeit.

Das Tüchlein offen daliegen lassen, der Pfefferminzduft erhöht die Aufmerksamkeit des Fahrers. Genauso übrigens, wie es die Konzentrationsfähigkeit beim Lernen steigert.

Die Pfefferminze wird gut vertragen, allergische Reaktionen können aber vorkommen. Daueranwendung über sechs Wochen kann den Magen reizen und die Leber schädigen.

Ulrike von Blarer Zalokar leitet die Heilpraktikerschule Luzern. Sie ist Autorin unter anderem des 5-Elemente-Kochbuches «EssenZ aus der Küche»: www.heilpraktikerschule.ch

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