Isolation

Mit diesen 9 Ideen machen Sie Grosseltern jetzt eine Freude

Ein Besuch bei den Grosseltern ist derzeit keine gute Idee. Um sich dennoch mit Ihren Liebsten austauschen und ihnen eine Freude bereiten zu können, braucht es nicht viel. Lesen Sie hier unsere Tipps.

Maria Brehmer
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CH Media

Personen über 65 Jahre sollten jetzt zuhause bleiben, und auch besuchen sollte man sie nicht. Das Corona-Virus kann für ältere Menschen gefährlich sein, darum werden sie zur Risikogruppe gezählt.

Die meisten Grosseltern gehören zur Risikogruppe. Ob sie in einer eigenen Wohnung oder in einem Altersheim wohnen: Durch die Isolation droht ihnen Vereinsamung.

Umso schöner, wenn wir ihnen jetzt mit kleineren und grösseren Gesten etwas Gutes tun. Die heutige Technik macht es möglich, dass man sich trotz Distanz sieht und miteinander sprechen kann. Aber auch der gute, alte Brief kann jetzt wieder zum Einsatz kommen. Lesen Sie hier, wie Sie Grosseltern in Zeiten von Corona eine Freude bereiten können.

Hinweis: Nicht alle Grosseltern besitzen ein Smartphone oder Tablet. Im Bewusstsein darüber, dass das Pflegepersonal derzeit überall viel zu tun hat: Falls Ihre älteren Angehörigen in einem Altersheim untergebracht sind, könnten Sie dort ein solches Gerät vorbeibringen mit der Bitte ans Pflegepersonal, ihnen dies anzustellen, um etwa Fotos darauf anschauen zu können (einfache Funktionen).

1. Zeichnungen der Enkel schicken

Was Sie vielleicht schon vorher hin und wieder taten, hat vermutlich jetzt noch mehr Wirkung: Schicken Sie den Grosseltern Zeichnungen von Ihren Enkeln. Zusammen mit guten Wünschen oder einem Brief bringen Sie Farbe und Freude in die Räumlichkeiten von Menschen, die diese jetzt nicht mehr verlassen können.

Sie können auch eine Art Zeichnungs-Tagebuch draus machen und täglich eine kleines Kunstwerk schicken, also eine Art Adventskalender im März/April. Der Gang zum Postkasten garantiert die tägliche Portion frische Luft!

2. Zusammen Znacht essen

Wie wenn man eine Einladung macht, nur ohne sich zu treffen: Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt, und dann essen Sie miteinander Znacht – digital, per Videochat auf dem Smartphone, Laptop oder Tablet. Oder Sie trinken heisse Schoggi und geniessen ein Stück Kuchen gemeinsam. Ganz so, als wären Sie bei den Grosseltern zu Besuch. Auch das kann regelmässig geschehen: Gerade in dieser Zeit, wo viele keine festen Termine haben, tun Vereinbarungen gut und bringen Abwechslung.

3. Bepflanzen Sie einen Frühlingstopf

Diese Idee funktioniert nur, wenn Sie bei den Grosseltern vorbeigehen und das Geschenk dort abladen können (vor dem Eingang). Wenn Sie jetzt zu Blumen und anderen Pflanzen kommen, etwa auf Bestellung bei einem Gartencenter (für den normalen Einkauf sind diese derzeit geschlossen), bepflanzen Sie einen Topf oder eine Schale mit Frühlingsblumen und -gewächs. Das sieht schön aus und ist nachhaltig. Und weil Ostern vor der Tür steht: Ein aus Ton oder Knetmasse gefertigtes Häschen oder ein bemaltes Ton-Ei gestalten die Schale noch fröhlicher.

4. Spielen Sie ein Spiel gemeinsam

Auch diese Idee basiert auf einem virtuellen Treffen. Spiele zu zweit sind einfacher, da virtuell die Kommunikation etwas schwieriger ist (wegen verzögerter Ton- und Bild-Übertragung zum Beispiel). Es eignen sich Schach oder Mühle, jeder Part hat ein vollständiges Spiel vor sich, wo jeder Zug, auch die des Gegenübers, gespielt wird. Aber auch Wortspiele eignen sich, oder Stadt-Land-Fluss.

5. Führen Sie ein Video-Tagebuch

Botschaften, die Sie auf Video aufnehmen, sind schnell gemacht. Erzählen Sie oder Ihre Kinder darin, wie es Ihnen geht und zeigen Sie, was Sie gerade tun. Falls Sie Lust haben, kann die ganze Familie mitmachen, oder immer nur einzelne Familienmitglieder oder Gruppen. Auch wenn der Inhalt manchmal belanglos scheint oder alltäglich: Über Video-Botschaften freuen sich Menschen, die wenig Kontakt zur Aussenwelt haben, ganz bestimmt immer.

6. Einen Brief schreiben

Briefe schreiben kann viel Freude bereiten, beim Schreibenden und bei den Empfängern. Wer Brieffreundinnen oder -freunde hatte oder immer noch hat, der weiss, wie es geht. Allen anderen ist es leicht zu erklären: Hinsetzen, Lieblingsstifte bereit legen, Briefpapier aussuchen oder neu gestalten, schreiben. Kinder bekommen so eine Beschäftigung und Grosseltern haben etwas zum (mehrmals) lesen. Es können auch ausgedruckte Fotos beigelegt werden oder kleine Bastelarbeiten.

7. Ein Fresspäckli schicken

Viele ältere Menschen lassen jetzt für sich einkaufen, und das ist gut so. Ob es da Platz hat für Extrawünsche, die andere einem besorgen sollen? Vermutlich nicht. Umso mehr freuen sich Grosseltern jetzt über kleine Naschereien, die Lieblings-Confi, selbstgebackene Guetzli oder eine selbstgemachte Müslimischung zum Beispiel. Was Sie zubereiten oder einkaufen, sind keine Grenzen gesetzt.

8. Frische Luft nach drinnen holen

Wer als Seniorin oder Senior keinen Garten hat, bekommt den spriessenden Frühling jetzt kaum mit. Um dem entgegenzuwirken, können Sie allerlei Eindrücke aus der Natur per Foto und Video verschicken. Vögel beim Balzruf filmen, Knospen im Wald, Blüten, Gewässer, Schattenspiele fotografieren, die Kinder beim spielen draussen filmen.

9. Einfach telefonieren

Einfach und wirksam: Zeit nehmen, Telefon in die Hand nehmen, anrufen, plaudern.