Millionäre wollen nicht genannt sein

Eine Inszenierung von Volker Lösch wirbelt Staub auf: Vier Hamburger Millionäre drohen mit gerichtlichen Schritten, sollten ihre Namen weiterhin von einem Arbeitslosen-Chor auf der Bühne vorgelesen werden.

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Eine Inszenierung von Volker Lösch wirbelt Staub auf: Vier Hamburger Millionäre drohen mit gerichtlichen Schritten, sollten ihre Namen weiterhin von einem Arbeitslosen-Chor auf der Bühne vorgelesen werden. Am Ende von Löschs Version von Peter Weiss' «Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade» am Hamburger Schauspielhaus liest der Chor eine Liste der reichsten Hamburger vor. Dagegen hatten bereits einen Tag vor der Premiere 4 der 28 genannten Millionäre protestiert. Die betroffenen Namen wurden deshalb bei der Premiere nicht verlesen, stattdessen das anwaltliche Schreiben zitiert. Die vier Namen standen jedoch anderntags in der Zeitung. (sda)

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