Merz gegen Knackeboul

Der Schweizer Rapper Knackeboul hat den Lachanfall von Hans-Rudolf Merz mit Hip-Hop-Beats unterlegt – und prompt einen YouTube-Hit gelandet.

Roger Berhalter
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Bündnerfleisch ist in aller Munde. Vor allem seit dem Lachanfall von Hans-Rudolf Merz diese Woche. Beim Verlesen von technokratischen Zolltarifbestimmungen verschlug es dem abtretenden Bundesrat die Stimme, und das Wort «Bündnerfleisch» geriet zum Falsett-Gesang.

We no speak Bündnerfleisch

Ein gefundenes Fressen für Remix-Künstler. Radio 24 liess das Lachen von Merz durch den Fleischwolf und würzte es mit der Melodie von «We No Speak Americano» von Be Cool Yolanda & DCUP. Das Ergebnis heisst «We no speak Bündnerfleisch», ein eher dürftiger Remix-Versuch.

Gekonnter und gepfefferter ist die Version von Knackeboul. Der Rapper aus Langenthal schnappte sich den Videoausschnitt aus dem Nationalratssaal und forderte den bald-alt Bundesrat zum Beatbox-Battle heraus. Er schnitt Merz' Stottern in Scheiben, loopte den Lachanfall und unterlegte ihn mit mundgemachten Hip-Hop-Beats: «Bün-bün-bün-bün-Bündnerfleisch.» Knackeboul ist nicht nur Rapper, sondern auch Moderator auf Radio DRS Virus. Dort bietet er seinen Song «Bündnerflaish» zum Download an. Und natürlich kann man den kurzen Clip auch auf YouTube betrachten.

Innert eines Tages wurde der Remix von «Knackeboul feat. Merz» nicht weniger als 60 000mal angeklickt.

Wer gewinnt den Battle?

Ein Hit – allerdings kein Vergleich zum Original. Der unbearbeitete Lachanfall von Hans-Rudolf Merz ist auf YouTube in den vergangenen drei Tagen fast 250 000mal angeklickt worden. Knackeboul muss sich also beeilen, will er den Kampf noch gewinnen. Vorerst hat Merz den Beatbox-Battle klar für sich entschieden.