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Ferien am Fjord Neun Stunden lang versuchten wir unser Glück auf einem Fjord. Trotzdem fingen wir keinen einzigen Fisch. Mein Vater und ich machten letzten Sommer in Norwegen so richtige Männerferien.

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Ferien am Fjord

Neun Stunden lang versuchten wir unser Glück auf einem Fjord. Trotzdem fingen wir keinen einzigen Fisch.

Mein Vater und ich machten letzten Sommer in Norwegen so richtige Männerferien. Wir verbrachten viel Zeit draussen, tranken Bier und wollten so oft wie möglich fischen. Auf YouTube hatte ich mich im Vorfeld schlau gemacht, wie man die Tiere am besten fängt und ausnimmt. Auf dem Wasser fange man mehr Fische als am Festland, versicherten die Vermieter unseres Ferienhauses.

Da waren wir dann also, in unserem Motorboot auf dem Fjord: einen Tag lang hielten wir die Angeln ins Wasser, redeten, tranken Bier und schliefen dazwischen sogar ein – aber kein Fisch wollte anbeissen. Schliesslich gaben wir auf und steuerten das Boot zum Anlegeplatz zurück. Mein Vater hatte sich den Fisch zum Abendessen bereits aus dem Kopf geschlagen. Ich aber wollte nicht aufgeben, stellte mich auf einen Felsen und warf die Angel aus. Zehn Versuche gab ich mir – bereits beim ersten biss eine Makrele an. «Anfängerglück», spottete mein Vater. «Von wegen», gab ich zurück, und fing gleich zwei weitere. Sie schmeckten nicht aufregend, eher wie Fischstäbchen, aber sie waren immerhin selbst gefangen. Wenn auch vom Festland aus. Die Fische draussen im Fjord hatten wohl an dem Tag Ferien.

Notiert: Stefan Späti

Florian Schweer, 23, Student, Degersheim (Bild: Quelle)

Florian Schweer, 23, Student, Degersheim (Bild: Quelle)

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