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Ins Künstleratelier nach Manhattan oder Belgrad

Die Kulturstiftung Thurgau hat das Atelierstipendium Belgrad bereits vergeben, für jenes in New York läuft die ­Ausschreibung noch. Sie sind ein besonderes Förderinstrument, sagt die Beauftragte Gioia Dal Molin.
Dieter Langhart
Ray Hegelbach (ganz rechts) bei der Verleihung der Thurgauer Kulturförderpreise 2016. Er geht als dritter Stipendiat nach Belgrad. (Bild: Andrea Stalder)

Ray Hegelbach (ganz rechts) bei der Verleihung der Thurgauer Kulturförderpreise 2016. Er geht als dritter Stipendiat nach Belgrad. (Bild: Andrea Stalder)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Kulturpreis, Förderpreise, Atelierstipendien: Im Kanton Thurgau werden Kulturschaffende auf verschiedene Weise unterstützt, kantonal und auch in einigen Gemeinden. Eines der ersten Projekte von Gioa Dal Molin, der Beauftragten der Kulturstiftung Thurgau, war das Atelierstipendium Belgrad. «Rausgehen, den Kanton verlassen, sich austauschen und mit etwas Neuem zurückkehren»: So fasst sie den Nutzen zusammen.

Sie suchte nicht in den üblichen Städten wie Berlin oder Paris, sondern an der Peripherie des vertrauten mitteleuropäischen Kulturraums, nachdem sich Pro Helvetia aus Osteuropa zurückgezogen hatte. Sie dachte erst an Tiflis («zu weit entfernt») und wurde in Belgrad fündig, «eine spannende Stadt». Da herrsche eine lebendige Kunstszene, die mit dem Ausland vernetzt sei und viel Freiraum biete, sagt Gioia Dal Molin. Serbiens Hauptstadt liegt zudem in erreichbarer Distanz, so könne ein Künstler zwischendurch auch einmal in die Schweiz kommen für eine Ausstellung oder ein Konzert.

Ein Projekt verfolgen oder sich Freiraum verschaffen

Das Stipendium wird öffentlich ausgeschrieben, bewerben können sich Künstler aus allen Sparten, auch aus dem Bereich Kunstvermittlung, mit einem Portfolio und ihrer «Motivation». 2017 hat die Videokünstlerin Sarah Hugentobler das Stipendium gewonnen, die Pianistin Simone Keller dreht nächsten Monat den Schlüssel des Wohnateliers und kehrt zurück. «Wir haben von beiden ein gutes Feedback bekommen», sagt Gioia Dal Molin.

Als dritter Stipendiat wird sie Ray Hegelbach ablösen. Der bildende Künstler hat bereits 2011 den Adolf-Dietrich-Förderpreis und zweimal den kantonalen Förderpreis erhalten. Er kann innehalten oder eine besondere Arbeit umsetzen oder den Freiraum nutzen, um Ideen zu verfolgen. Das Wohnatelier in Belgrad teilt sich der Thurgau mit dem Kanton Luzern.

Neben dem Stipendium in Belgrad vergibt die Kulturstiftung gemeinsam mit dem Kulturamt zudem ein Atelier in New York. Die Stadt ist bei Kunst- und Kulturschaffenden noch immer sehr beliebt, sagt Gioia Dal Molin, daher sei das New-York-Stipendium gleichsam eine Art Königsdisziplin der Förderung. Das Atelier in Manhattan wird nur alle vier Jahre vergeben, dafür jeweils an zwei Kunstschaffende. Das New-York-Stipendium will nicht nur den Nachwuchs fördern, sondern Künstler aus verschiedenen Generationen und mit einem Leistungsausweis; sie müssen zudem im Thurgau wohnen.

Lebenshaltungskosten bei beiden Ateliers inbegriffen

2015 haben das Stipendium die Frauenfelder Fotografin Simone Kappeler und der Musiker, Sänger und Komponist Niculin Janett erhalten. Es umfasst je einen dreimonatigen Aufenthalt in einer Atelierwohnung in Manhattan, die von drei Westschweizer Kantonen betrieben wird. Wie in Belgrad sind die Lebenshaltungskosten inbegriffen. Im kommenden Jahr gehört New York dem Thurgau, bewerben kann man sich bis Ende August.

Wie teilen sich die beiden Organisationen in die Arbeit für ihr gemeinsames Projekt? Die Kulturstiftung schreibt das Atelier aus und ist für die Kommunikation mit den Künstlern verantwortlich, während das Kulturamt sich um das Administrative rund um die Wohnung kümmert.

Anmeldeunterlagen für das Thurgauer Atelier in New York: kultur stiftung.ch, kulturamt.tg.ch

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