Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Lust auf eine Prise «Ostalgie»? Wir haben fünf Ideen für Sie

Ob auf einer Trabi-Fahrt, in einer Ausstellung in der Spinnerei oder an einer Partynacht im Berghain: Hier ist noch (fast) alles wie damals.
Samuel Schumacher
Eine Fahrt in die Vergangenheit – mit dem Trabi durch Berlin kurven. Bild: Shutterstock

Eine Fahrt in die Vergangenheit – mit dem Trabi durch Berlin kurven.
Bild: Shutterstock

Die Mauer ist gefallen, die DDR ist Geschichte, doch die Sehnsucht nach dem Alten Osten – touristisch vermarktet als «Ostalgie» – hat den Untergang des Arbeiter-und-Bauern-­Staates überlebt. Im ehemaligen Ostdeutschland kann man noch heute ins Lebensgefühl der DDR eintauchen. Zum Beispiel hier:

Die Trabi-Safari

Jahrelang mussten DDR-Bürger nach der Bestellung auf die Trabanten warten, die ab 1958 im Automobilwerk Zwickau hergestellt wurden. Wirklich bequem ist die Fahrt in den kleinen Personenwagen nicht. Trotzdem sind die «Trabis» heute Kult. Wer das Trabi-Feeling live erleben will, kann eine Trabi-Safari buchen (www.trabisafari.de) und im alten Ost-Auto eine Stadtrundfahrt machen. Die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer ist jedem Trabi-Fahrer sicher. Und das Verständnis für die Trabi-Begeisterung in der DDR nach der Fahrt garantiert kleiner. Wer sich nach der Fahrt erholen will, kann im «Ostel» absteigen (www.ostel.eu). Die Einrichtung ist original DDR.

Spinnerei Leipzig

Der riesige Backsteinbau im Stadtzentrum von Leipzig war mal die grösste Baumwollspinnerei Europas. Während DDR-­Zeiten entwickelte sie sich zu einem sozialistischen Vorzeigebetrieb, in dem bis zu 4000 Menschen arbeiteten und die – natürlich streng sozialistischen – Kulturangebote für die ganze Familie besuchten. Heute ist der Bau ein Kunst-Hub mit zahlreichen Galerien und wechselnden Ausstellungen (www.spinnerei.de). Wo einst hart gearbeitet wurde, steht heute kritische Kunst und kulturelles Vergnügen (ganz ohne sozialistische Prägung) im Vordergrund.

Nineties Berlin

Was in Berlin nach der Wende kulturell passierte und wie insbesondere Musik- und Party-­Veranstalter das Chaos unmittelbar nach dem Mauerfall dazu nutzten, völlig neue Kulturformen hervorzubringen, zeigt die neue Multimedia-Ausstellung «Nineties Berlin» (www.nineties.berlin). Ein Highlight: Der Museumsshop, in dem man sich mit allerlei Schabernack aus der Wendezeit eindecken kann.

Hohenschönhausen

Von 1951 bis 1989 diente der düstere Baukomplex im Osten der deutschen Hauptstadt als «Zentrales Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit». Tausende vor allem politische Gefangene wurden hier – oft wegen kleiner Lappalien wie West-­Radio-Hören – inhaftiert, verhört und gefoltert. Heute ist das ehemalige Gefängnis eine Gedenkstätte (www.stiftung-hsh.de). Die Museumsführer, welche den Besuchern die alten Zellen zeigen, sind ehemalige Gefangene.

Berghain

Im ehemaligen Fernheizwerk neben dem Ostbahnhof befindet sich seit 2004 einer der bekanntesten Technoclubs der Welt (www.berghain.de). Innen sieht noch (fast) alles so aus wie in den 1950er-Jahren, als das Gebäude im Stil des sozialistischen Klassizismus erbaut worden ist. Die Schlange vor dem Eingang ist am Wochenende Hunderte Meter lang, die Wartezeit beträgt teils mehrere Stunden. Die Türsteher und ihre Willkür bei der Selektion der Gäste sind legendär.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.