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Leinen los!

Mit der MS Excellence Royal setzt das Reisebüro Mittelthurgau neue Massstäbe in der gehobenen Flusskreuzfahrt. Diese Marktnische ist umkämpft, da will man mit dem Luxusliner punkten. Billig ist das Vergnügen nicht, das räumt selbst Patron Werner Twerenbold ein. Zielgruppe ist eine ältere Klientel, die es gediegen mag. Thomas Griesser Kym
Auf stillem Wasser kommt die Excellence Royal auf eine Höchstgeschwindigkeit von 24 Kilometern in der Stunde. (Bilder: pd)

Auf stillem Wasser kommt die Excellence Royal auf eine Höchstgeschwindigkeit von 24 Kilometern in der Stunde. (Bilder: pd)

Werner Twerenbold ist um sein Erfolgsrezept nicht verlegen: «Wir heben uns ab vom Mainstream-Tourismus», erläutert der Verwaltungsratspräsident der Twerenbold-Gruppe. «Wir sind in einer Marktnische tätig.» Gemeint ist damit in erster Linie die Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG. Die Weinfelder Firma mit 19 Mitarbeitenden gehört seit rund zehn Jahren zur Aargauer Firmengruppe und betreibt seit neustem «eines der luxuriösesten Schiffe auf europäischen Flüssen».

Von langer Hand geplant

Dieses Schiff ist die MS Excellence Royal, die auf Rhein, Main, Donau und Mosel verkehrt. Sie ist das Schwesterschiff der MS Excellence Rhône. Der Entscheid, den Luxusliner zu bauen, fiel vor drei Jahren, zusammen mit dem Investor Royal Cruises AG, der die Excellence Royal für fünf Jahre exklusiv ans Reisebüro Mittelthurgau verchartert hat.

Am Bau des Schiffs, das gegen 14 Millionen Euro gekostet hat und in der Türkei und in Holland gefertigt wurde, hat man trotz Wirtschaftskrise unbeirrt festgehalten. Denn Werner Twerenbold, der das Familienunternehmen mit 200 Mitarbeitenden und 100 Millionen Franken Umsatz in dritter Generation führt, weiss: Um im kleinen, aber dennoch heiss umkämpften Markt für Flussschifffahrten wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es «Pioniergeist, Investitionen, Innovationen und eine rechte Portion Mut zum Wagnis».

Was der Fachmann meint

Nach der Schiffstaufe von Mitte Mai als Gast an Bord auf der Rheinfahrt von Basel nach Strassburg war auch der Hamburger Journalist Gerd Achilles, der spezialisiert ist auf maritime Touristik. Er lobt «den Ausbau des Schiffs, sein Ambiente und die farbliche Abstimmung». Besonders gefällt Achilles auch, dass die Bar nicht wie üblich in der Mitte des Schiffs untergebracht ist, sondern am Bug, wo sich der Blick auf das Wasser und die gemächlich vorbeiziehende Landschaft öffnet.

Die Fahrruhe überzeugt ebenso wie das Galadiner und die Kabinen, mit 13 bis 17 Quadratmetern grosszügig dimensioniert. Ärgerlich sind die in schludrigem Deutsch abgefassten Bordinformationen, die in den Kabinen aufliegen. «So was darf nicht passieren», stimmt Achilles zu.

Was Senioren schätzen

«Eigentlich überflüssig» ist der Whirlpool auf dem Sonnendeck, was selbst Werner Twerenbold einräumt. Denn der typische Flussreisende ist 60, 65, 70 Jahre oder noch älter.

Dieser Klientel geht es in erster Linie um komfortables Reisen ohne Hektik, in ruhigen Gewässern, dem Ufer stets nahe, so dass bei Bedarf jederzeit ein Arzt herbeieilen kann. Abwechslung bieten Landausflüge, und hier nutzt Twerenbold geschickt Synergien, indem seine Reisebusse die Schiffe begleiten und die Gäste an Land aufnehmen und transportieren. Das garantiert kurze Wege, Pünktlichkeit und konstant hohe Qualität.

Der Rivale vor der Haustür

«Ein Schiff bauen kann manch einer», sagt Werner Twerenbold: «Das Geheimnis ist das Package rundherum.» Und so hat er sich auf die Fahnen geschrieben, seine Kunden «vor, während und nach der Reise zu betreuen». Denn die Konkurrenz schläft nicht. Dazu zählen grosse Reiseveranstalter wie Kuoni oder Hotelplan, dann aber auch als schärfste Rivalin die Thurgau Travel AG von Hans Kaufmann.

Domiziliert wie das Reisebüro Mittelthurgau in Weinfelden, nennt sich Thurgau Travel auf der Homepage «Pionier für Flusskreuzfahrten mit schweizweit grösstem Angebot». Werner Twerenbold nimmt es sportlich; schliesslich «ist der Markt weiterhin zunehmend». Dafür sorgt allein schon die Demographie.

Das Restaurant verspricht «Gastlichkeit auf hohem Niveau».

Das Restaurant verspricht «Gastlichkeit auf hohem Niveau».

Eine Zweibettkabine mit französischem Balkon.

Eine Zweibettkabine mit französischem Balkon.

Blick ins Foyer.

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