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Kolumne

Gute Frage:
Warum waren ­Insekten früher so gross?

Claudia Füssler
Tausendfüssler atmen über Tracheen, einem Netz aus Luftröhrchen.

Tausendfüssler atmen über Tracheen, einem Netz aus Luftröhrchen.

Er konnte bis zu 60 Beine haben und mehr als drei Meter lang werden: Der Riesenhundertfüssler Arthropleura lebte vor etwa 300 Millionen Jahren auf der Erde und hätte heute das Zeug zum Protagonisten in einem Horrorfilm. In den Nebenrollen: eine ­Libelle mit mehr als einem halben Meter Flügelspannweite und der Riesenskorpion Megarachne mit einer Länge von 34 Zentimetern.

Dass die Tierwelt im Karbon teils so gigantisch war, hängt Wissenschaftern zufolge mit dem damals besseren Sauerstoffangebot zusammen. Während dieser Periode der Erdgeschichte bestand die Erdatmosphäre bis zu rund 35 Prozent aus Sauerstoff, heute sind es lediglich 21 Prozent.

Insekten und Tausendfüssler ­atmen nicht über eine Lunge, sondern über Tracheen: einem Netz aus Luftröhrchen, die überall im Körper verteilt sind und die Körperteile mit Sauerstoff versorgen. Gelangt mehr Sauerstoff in den Körper, weil die Luft gehaltvoller ist, kann er mehr wachsen. Bei weniger Sauerstoff sind dem Wachstum Grenzen gesetzt, umso mehr, wenn der Sauerstoff nicht über das Blut zu Muskeln und Geweben transportiert wird.

Den Niedergang der Riesen­insekten schreiben Wissenschafter aber noch einer zweiten Entwicklung zu: Vor rund 150 Mil­lionen Jahren begannen sich die Vögel herauszubilden. Um nicht als Imbiss in einem Schnabel zu enden, mussten die Insekten schneller und wendiger werden.

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