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Glosse

VBS-Leak: Schweizer Armee rüstet sich gegen Russen

Schäfli ungeschoren Das grösste russische Militärmanöver seit Sowjet-Zeiten hat aus Sicht unserer Frontbeobachter nur einen Grund: unser alter «BöFei» könnte doch noch kommen.
Roland Schäfli

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Das russische Manöver «Wostok 2018» macht unsere Militärs nervös. Wie dieses geheime Communiqué zeigt. Es drang durch das übliche VBS-Leak:

Von: Oberster Chef
An: jeden, der eine Waffe tragen kann
Dringlichkeitsstufe: höher als bei Fliegerbeschaffung

Männer, der Russe zieht grosse Kräfte an unserer entblössten Ostflanke zusammen. Was aussieht wie ein Macho-Angriff auf Nationalrätin Rickli, ist das Wiedererwachen unseres grössten Feindbilds. Und damit meine ich nicht die neue Allianz gegen Waffenexporte. Die Russen stehen vor der Tür. Und zwar unter der Tarnkappe von Fair-Food-Inspektoren. Während wir Wladimir Putin Kriegsmaterial liefern, ohne ihn mit Fragen zu löchern, wollen die im Ernst die Löcher in unserem Käse zertifizieren. Könnte passieren, dass die Kleinwaffen, die die Ruag Wladimir genehmigt hat, im Nahkampf gegen uns selbst gerichtet werden. Und wenn uns die teure Schutzweste noch gestrichen wird, stehen wir nur im Tenü B da.

Wladimir nennt sein Line-up «Wostok 2018», und glauben Sie mir, Woodstock hat er damit nicht gemeint. Klar lässt sich ein Russki nicht so einfach entmannen wie der russische Bär im Aroser Bärenland. Habe nachgerechnet, was wir der Roten Armee entgegenwerfen können. Wladimir hat 300000 Mann – das entspricht der Einwohnerzahl des Thurgaus! Und dort sind gerade alle mit ihrer «Apple Watch» beschäftigt, dem Öpfel-Ablesen. Wladimir hat 80 Kriegsschiffe, wir nur elf Patrouillenboote. Nutzlos, da der Iwan am trockengelegten Untersee zu Fuss einmarschieren könnte. Wladimir hat 36000 Panzer, wir gerade mal 134 Leo. Jedenfalls nach letzter Zählung gestern Abend.

Die Abschaffung der Kavallerie war ein Fehler. Ohne können wir gegen die Kosaken nicht mal mit dem Säbel rasseln. Die Panzersperren abzubauen, um die Radwege zu verbreitern, war genauso kurzsichtig. Jetzt kann der Russe sogar mit einer Rad­fahrerkompanie einfallen.

Wir hatten mal 880'000 Mann unter Waffen. Die richtig schweren, wo die Mannen nach dem WK zur Suva mussten. Heute marschieren noch 1000 Zivis mit Rückenweh auf, weil die Bettpfannen im Altersheim zu schwer sind. Unsere Antwort auf das russische Manöver kann also nur ein Täuschungsmanöver sein. Wir tuen einfach so, als sei die Schweiz wichtiger als man meint. Genau wie Cassis bei bilateralen Gesprächen. Daher ist sofort umzusetzen:

  • Psychologische Kriegsführung: Kugeln ebenso wie Berner Polizei mit Smileys verzieren.
  • Thomas Borer als Berater anheuern. Scheint gute Kasachstan-Kenntnisse zu haben.
  • An den Swiss Skills werden 100 Berufe vorgestellt – nicht einer davon ist Berufsoffizier! ­Wir bräuchten eine ähnliche PR-­Salve: «Swiss Kills».
  • Offenbar entsteht in Basel eine neue Luftwaffe namens «Swiss Skies». Nachfragen, woher die ihre Billig-Flieger beziehen.
  • Duro: baldmöglichst ein paar Exemplare fahrtüchtig machen.
  • Name «Krokus» wird gerade frei: sichern als Deckname für «Dreizack III: noch zackiger».

Wir dürfen Beschaffungsprojekte nicht wie Johann Schneider Ammann der Ehefrau überlassen. Für unsere Einkaufsliste könnten wir bei Postfinance, neu geht das ja, einen Kredit aufnehmen. Kameraden: Im Gegensatz zum iPhone haben wir noch einen Home-Button! Drücken wir ihn ganz fest!

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