Kolumne

«Stadtwärts»: Fussball-Rasen zu kaufen

Der FC Kickers Luzern hat eine Solidaritätsaktion gestartet. Davon profitiert nicht nur die Juniorenabteilung des Fussballclubs, sondern auch das lokale Gewerbe. Da sollten möglichst viele mitmachen, findet unser Redaktor Hugo Bischof.

Hugo Bischof
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Hugo Bischof

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Schnäppchenjäger aufgepasst: In der Stadt Luzern gibt es einen Fussball-Rasen zu kaufen, jenen des FC Kickers, der in der 2. Liga interregional spielt. Für 20 Franken pro Quadratmeter ist man dabei. Wer sich noch eine Parzelle sichern will, muss sich sputen, über die Hälfte ist bereits weg. Natürlich ist der Rasenverkauf nur symbolisch und virtuell. Weil er wegen der Coronakrise den üblichen Sponsorenlauf zur Juniorenförderung nicht durchführen konnte, erfand der FC Kickers diese originelle Aktion, um seine Nachwuchsabteilung zu unterstützen.

Jeder und jede kann bis 18. September mitmachen, man muss nicht Kickers-Mitglied sein. Auf der Website des FC Kickers klickt man sich unter dem Stichwort «Ein Stück Kickers» auf dem Fussballfeld ein, wählt ein Stück, bezahlt, und schon ist man dabei. Wenn man Glück hat, ist unter seiner Parzelle ein kleiner Sofortpreis versteckt. Zusätzlich gibt es am 20. September für alle Rasenkäufer eine Tombola mit Preisen im Gesamtwert von über 6000 Franken. Diese hat der FC Kickers bei Restaurants, Coiffeursalons, Blumenläden und Buchhandlungen in Luzern und Umgebung eingekauft, so dass auch das lokale Gewerbe von der sympathischen Solidaritäts-Aktion profitieren kann.

Ich wollte mir eigentlich den Penaltypunkt sichern, aber der war längst vergeben, ebenso der Mittelkreis. Immerhin konnte ich mir ein Stück Torlinie sichern. Beim nächsten Heimspiel der 1. Mannschaft am 9. September gegen den FC Emmenbrücke werde ich die Torraum-Szenen mit ganz anderen Augen sehen - jetzt, wo mir ein Stück Kickers-Rasen «gehört».

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