So surft Ihr Kind sicher im Netz

Jeder dritte Jugendliche wurde im Netz schon gegen seinen Willen sexuell angesprochen. Eltern können ihr Kind im Internet schützen. Diese Zusammenstellung zeigt wie.  

Kaspar Enz
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Ein Mädchen spielt mit einem iPad. (Bild: Gaetan Bally/KEY)

Ein Mädchen spielt mit einem iPad. (Bild: Gaetan Bally/KEY)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Diese Woche wurde bekannt das ein St.Galler Politiker und Internet-Unternehmer in Chats sexuellen Kontakt mit Minderjährigen hatte. Tatsächlich gibt in der neusten James-Studie der ZHAW jeder dritte Jugendliche an, im Netz schon unerwünscht mit sexuellen Absichten angesprochen worden zu sein. Eltern können Ihre Kinder jedoch auch im Internet schützen.

Misstrauen ist gesund.
Echte Freunde kennt man im echten Leben. Weiss man aus der realen Welt nichts über den «Freund», ist es keiner. Vorsicht beim Chat mit Unbekannten, Treffen einer Online-Bekanntschaft nur im öffentlichen Raum und nie allein!

Wissen, was Ihre Kinder im Netz tun.
Lassen Sie sich zeigen, in welchen Netzwerken Ihr Kind verkehrt. Machen Sie sich mit den Sicherheitseinstellungen vertraut. Sicherheit beginnt schon beim Profil: Keine Altersnennung im Namen!

Probleme beim Namen nennen.
Diskutieren Sie mit Ihren Kindern auch über Problematisches im Netz: Dazu gehört nicht nur sexuelle Belästigung, sondern auch Mobbing oder Pornografie. Je kompetenter Sie selber sind, desto eher nimmt Ihr Kind Sie ernst.

Seien Sie sparsam mit Daten!
Private Infos gehören nicht ins Netz. Bilder sowieso nicht. Kein Ausziehen vor der Kamera. Im Internet gilt: Daten, die missbraucht werden können, werden fast sicher missbraucht.

Kompetenz ist nicht Urteilsfähigkeit.
Jugendliche sind technisch oft versiert, sie kennen sich in der digitalen Welt aus. Sie können aber oft noch nicht beurteilen, was ihr Handeln im Netz bewirkt. Das ist gefährlich: Das Internet ist gross, und nicht alles ist, was es vorgibt zu sein.

Setzen Sie klare Regeln.
Je jünger das Kind, desto mehr Begleitung ist nötig. Kein eigenes Handy bis 13, kein eigener Computer bis 16. Altersempfehlungen bei Games einhalten. Klare Regeln für die Mediennutzung.

Besonnen handeln.
Bei Belästigungen besonnen reagieren. Täter blockieren, Missbrauch melden. Je nach Schwere Schule oder Fachstellen informieren. Bei schweren Fällen, Erpressungen, Drohungen auch Opferberatungen oder Polizei einschalten.


Weitere Hinweise und Tipps www.jugendundmedien.ch www.projuventute.ch www.kszsg.ch