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Kolumne

Scham und Trauer

Der katholische Theologe Eugen Koller schreibt in der Kolumne «Mein Thema» zu den Vorfällen von Missbräuchen in der katholischen Kirche.
Eugen Koller.

Eugen Koller.

Als Berufskatholik, Vertreter einer gut begründeten Sexualmoral und Verfechter von Priesterinnen und Priestern ohne Pflichtzölibat schreit es in mir zum Himmel. Ich bin wütig und reagiere erschüttert auf Gräueltaten und Verbrechen, die Priester an den Schwächsten ihrer Gläubigen verübt haben.

Die Zeichen von Scham, Reue, Entschuldigungen und Beteuerungen kommen von höchster Ebene. Endlich wird durchgegriffen, so rigoros, wie es möglich ist.

Lange Zeit war die römische Kirche für Kinderschänder ein geschützter Raum, weil sie den Schutz der Institution über das Leid der Opfer stellte. Die Taten der Ausnützer ihrer klerikalen Macht liegen Jahrzehnte zurück, und in jüngster Zeit gibt es kaum aktuelle Übergriffsfälle.

Ich spüre nur wenig von der Bereitschaft, die neurotisierenden Strukturen der katholischen Kirche zu hinter­fragen. Allenfalls fördern die rigide Sexualmoral und die geschlechtliche Enthaltsamkeit durch den Zölibat den Missbrauch. Jedenfalls ist die asexuelle Priestergruppe für Männer attraktiv, die mit ihrer Sexualität nicht zurechtkommen. Dringender Handlungsbedarf besteht.

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