Salzkorn
Marschbefehl ins Homeoffice

Ihre ersten Schritte als Soldaten machen dieses Jahr 5000 Rekruten im Homeoffice. Wenn das nur gut geht.

Kaspar Enz
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5000 Rekruten hätten Anfang Woche per Homeoffice in die Rekrutenschule einrücken sollen, doch die Technik funktionierte erst mal nicht. Technische Probleme sind aber auch in der Homeoffice-RS lösbar. Nicht aber die Aufgabe, der sich die Homeofficerekruten nun stellen: Bis sie am 8. Februar real in die Kasernen einrücken, sollen sie soldatische Grundfertigkeiten erlernen.

Wie soll das gehen? Wie kann der Leutnant sicherstellen, dass die Soldaten zu Hause in einer schnurgeraden Linie stehen? Wer merkt, ob die Fusshaltung in der Achtungstellung einen Zusammenschiss verdient? Wie marschiert man im Homeoffice in Zweierkolonne? Gegen Feierabend wird’s richtig schwierig. Wer kontrolliert, dass die Kampfpantoffeln blitzsauber poliert sind? Mama etwa? Die hat doch schon genug zu tun damit, die Polenta zu einem ungeniessbaren Klotz zu verkochen.

Denn, das wusste schon der gallische Infanterist Asterix: Je schlechter das Essen, desto besser die Armee. Und die Schweizer Armee muss die beste der Welt sein. Auch im Homeoffice!