Salzkorn: Die Suche nach verborgenen Schätzen

Wenn das eigene Haus zur Fundgrube wird.

Thorsten Fischer
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Was bekomme ich noch für meinen Krempel auf dem Dachboden? Ist diese alte Lampe ein verschollenes Designerstück, und interessiert sich vielleicht irgendjemand für die stark abgewetzte Kommode? Im Fernsehen wimmelt es von Sendungen, in denen Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Fundstücke einer Expertenschar zur Begutachtung vorlegen. Im Idealfall findet sich auch gleich noch ein Händler, der dafür Bares auf die Hand blättert.

Das Sendeformat gibt es schon seit Jahrzehnten. Aber inzwischen existieren soviele Abwandlungen davon, dass man sich fragt, ob den Machern nicht irgendwann der Rohstoff dafür ausgeht. Auf der Jagd nach Schätzen wird bald jeder Estrich und jeder Keller durchstöbert sein. Zugleich entstehen immer mehr Errungenschaften digital. Künftig investiert man vielleicht in exklusive Online-Bildersammlungen. Und alles stürzt sich auf die letzten physischen Gegenstände. Den komplett durchgesessenen Küchenstuhl aus dem Homeoffice also nicht gleich entsorgen – er könnte dereinst Höchstpreise erzielen.