Salzkorn

Studentisches Stöhnen über fade Vorlesungen und professorale Proteste gegen stupide PowerPoint-Präsentationen sind passé.

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Studentisches Stöhnen über fade Vorlesungen und professorale Proteste gegen stupide PowerPoint-Präsentationen sind passé. Sofern sich eine hochkonzentrierte und höchst innovative Bereitstellung signifikanter Forschung und prüfungsrelevanter Lehre in progressiver Vortragsform durchsetzt: das jugendgerechte und wissenschaftsadäquate Bildungsformat «Science Slam». Vorbild ist «Poetry Slam» («slam» meint jemanden runtermachen), der Wettbewerb literarischer Darbietungen vor Publikum, das den Sieger kürt.

Das Gebotene darf völlig sinnfrei sein, aber nie langweilig. Besonders das zweite Kriterium wird in der Studienpraxis missachtet. Hier könnte «Science Slam» didaktisch hilfreich sein.

Ein Thema wie «Furzen nach Bohnenverzehr» ulkig gereimt, ernährungsphysiologisch und wirklichkeitsnah klargelegt – Begeisterungsstürme. Ein unverdaulicher Exkurs über Patentrecht – Pfeifkonzert.

Ob so systematisches Fachwissen gefördert werde? Egal, solche Lehren erfreuen praxisorientiert und basisdemokratisch! W. W.

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