Salzkorn

An der Spitze ist man einsam – das muss auch Brady Dougan erfahren. Gerade hat er in der Schweiz Massstäbe gesetzt und mit knapp 71 Millionen Franken die bisher grösste Prämie eingestrichen, doch das Land ist nicht etwa stolz auf ihn, sondern übergiesst ihn mit Häme.

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An der Spitze ist man einsam – das muss auch Brady Dougan erfahren. Gerade hat er in der Schweiz Massstäbe gesetzt und mit knapp 71 Millionen Franken die bisher grösste Prämie eingestrichen, doch das Land ist nicht etwa stolz auf ihn, sondern übergiesst ihn mit Häme. Aber jetzt eilte dem armen Credit-Suisse-Boss doch einer zu Hilfe: «Nun zahlt es sich für diejenigen Leute aus, welche die CS zu dem gemacht haben, was sie heute ist», frohlockt der frühere CS- und heutige UBS-Chef Oswald Grübel – der Architekt des langfristigen Bonus-Programms, von dem er selbst nicht profitiert.

Dabei hätte Grübel mindestens eine Sonderprämie für die clevere Konstruktion verdient gehabt. Das Programm basiert nämlich auf einem ausserordentlich tiefen Kurs der CS-Aktie, wodurch es einen imposanten «Hebel» entfalten konnte. Mit dem auch die acht Milliarden Verlust des Instituts von 2008 ausgehebelt werden konnten. Wer jetzt noch immer nicht einsieht, dass solch aussergewöhnliche Genialität belohnt werden muss, versteht einfach nichts von Wirtschaft. pla

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