Salzkorn

Auf Frauenboxen folge Damentennis. Derart nuanciert bezeichnen TV-Experten professionelle Sportausübungen des weiblichen Geschlechts. Das wirft irritierte Fragen auf.

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Auf Frauenboxen folge Damentennis. Derart nuanciert bezeichnen TV-Experten professionelle Sportausübungen des weiblichen Geschlechts. Das wirft irritierte Fragen auf.

Warum heisst es Ladies Golf und Damenabfahrt? Hingegen Schweizer Frauenlauf und Frauenrugby? Verstossen diese Unterscheidungen nicht gegen binnengeschlechtliche Gleichstellung? Warum stehen Sportdisziplinen wie Fussball oder Hammerwerfen allen erwachsenen weiblichen Menschen offen? Wieso aber finden sich zu Standardtänzen

oder Feldhockey nur solche Frauen ein, denen die artige Anrede Noblesse und Eleganz unterstellt? Ist die Erklärung nicht zu simpel, das unfeine Image weiblicher Sportarten bedinge jene Unterscheidung? Ja ringen denn beim Damen-Catchen wahrhaftig Damen? Oder sind etwa gewichthebende Frauen weniger attraktiv als volleyballspielende Damen im Minidress? Und nun aber bitte keine sexistischen Vorurteile. Schliesslich gibt's auch turnende Männer und fechtende Herren! W. W.

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