Salzkorn

Wer 2012 US-Präsident Obama in den Wahlen herausfordern will, muss gottesfürchtig sein. Diesen Eindruck vermitteln zurzeit die Republikaner. Und dagegen wäre auch gar nichts einzuwenden. Doch passt bei manchen Kandidaten einiges einfach nicht zusammen.

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Wer 2012 US-Präsident Obama in den Wahlen herausfordern will, muss gottesfürchtig sein. Diesen Eindruck vermitteln zurzeit die Republikaner. Und dagegen wäre auch gar nichts einzuwenden. Doch passt bei manchen Kandidaten einiges einfach nicht zusammen.

Der texanische Gouverneur Rick Perry etwa hat keine Bedenken, sich immer wieder auf Gott zu berufen – und Todesurteile zu unterschreiben, 234 in den elf Jahren seiner Amtszeit.

Und Michelle Bachmann sah im Erdbeben an der US-Ostküste und im Hurrikan Irene ein Zeichen Gottes an die – gegnerischen – Politiker. Sie sollte es besser wissen. Im ersten Buch der Könige im Alten Testament ist von einem gewaltigen Sturm die Rede, «aber der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben…»

Sie habe nur einen Spass gemacht, sagte die Kandidatin später. Oder masste sie sich doch die Rolle einer Prophetin an? Bei Politikern durchaus eine beliebte Figur. Dies wie das ist aber nicht gerade gottesfürchtig. U. B.

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