Salzkorn

Gerade hat in Zürich wieder der alljährliche Kongress der Weinpoeten angefangen. Die Expovina, der Welt grösste Publikumsmesse für Wein, hat ihre Tore geöffnet. Auch andernorts ist der Herbst nicht nur die Zeit der Weinlese, sondern auch die Saison der Degustationen.

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Gerade hat in Zürich wieder der alljährliche Kongress der Weinpoeten angefangen. Die Expovina, der Welt grösste Publikumsmesse für Wein, hat ihre Tore geöffnet. Auch andernorts ist der Herbst nicht nur die Zeit der Weinlese, sondern auch die Saison der Degustationen.

Und so treffen sie sich denn landauf, landab, die wahren und die selbst ernannten Experten.

Dichten dem Wein, nach fachmännischem Nasenschwenken über dem Glas, Aromen von Ananas, Pfirsich, Zitrone, Pappkarton, Petrol und Kreide an. Nuancen von Schwarzen Johannisbeeren, Zwetschgen, roter Paprika, Lakritze, Rosmarin, Birnbaumwurzel und Hundepfote. Noten von Granatapfel, gekochten Randen, gerösteten Pinienkernen, Wildleder, Teer und Schellack.

Es mag ja sein, dass ein paar Supernasen all das tatsächlich riechen. Und dass sich solche Geschmacksnoten chemisch sogar nachweisen lassen. Aber ist das Weingenuss? Da halten wir es lieber mit Peter Bichsel – und freuen uns, wenn ein Wein nach Wein schmeckt. B. H.

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