Salzkorn

Wer sagt denn eigentlich, dass – wie hierzulande – Todesanzeigen die einzigen Inserate aus dem Gesellschaftsleben bleiben müssen? Andernorts zählen auch Inserate über fröhlichere Ereignisse wie Geburten oder Heiraten zu den allseits beliebten Anzeigenrubriken.

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Wer sagt denn eigentlich, dass – wie hierzulande – Todesanzeigen die einzigen Inserate aus dem Gesellschaftsleben bleiben müssen? Andernorts zählen auch Inserate über fröhlichere Ereignisse wie Geburten oder Heiraten zu den allseits beliebten Anzeigenrubriken. Von den Kontaktanzeigen ganz zu schweigen.

Auf eine innovative Idee hat uns eine Walliser Dame gebracht: Sie teilte der Leserschaft des «Walliser Boten» mit, dass sie von ihrem Mann, einem Ex-Nationalrat, «nach dreissig schönen gemeinsamen Jahren für eine andere verlassen» wurde.

Auch der Promi-Faktor war gegeben (die Ex ist eine bekannte Ärztin, die Neue Zürcher Stadträtin), ist aber nicht einmal zwingend. So prominent ist ja auch nicht jeder Verstorbene.

Da heute rund die Hälfte aller Verheirateten geschieden wird, aber oft wieder heiratet, ist die Information durchaus relevant. Nicht zuletzt auf einem der konjunkturresistentesten Märkte der Gegenwart: dem Heiratsmarkt. Über das neue Glück kann man dann ja ebenfalls per Inserat berichten. G. F. H.