Salzkorn

Erst in die Kirche, dann ins Bundeshaus. Zu Beginn der neuen Amtszeit wurden die eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier am Montagnachmittag ins Berner Münster eingeladen.

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Erst in die Kirche, dann ins Bundeshaus. Zu Beginn der neuen Amtszeit wurden die eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier am Montagnachmittag ins Berner Münster eingeladen.

Es ist die altehrwüdige Kathedrale, über deren grossem Eingangsportal das Grauen des jüngsten Gerichtes zu sehen ist: mit der drastischen Darstellung von Menschen, die am Galgen baumeln, im Feuer schmoren, von ihren Thronen stürzen und von einer Horde kleiner Teufel mit Zangen gepiesackt werden.

Hier also mussten die Parlamentsmitglieder hindurch. Doch wie es scheint, hat ihnen die Höllenpforte keinen besondern Schrecken eingejagt. Keiner hat vor der Kirche rechtsumkehrt gemacht. Denn einander die Hölle heissmachen, das ist nicht allein Sache der russigen Teufelskerle, darauf verstehen sich auch die Angehörigen der Classe politique. Was sind schon ein paar höllische Quälgeister, wenn man politische Gegner und – manchmal noch schlimmer – sogenannte Parteifreunde hat. J. O.

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