Salzkorn

In unserer Jugend war das Skilager eine Selbstverständlichkeit: Mit SKA- oder Rivella-Mützen auf dem Kopf wurde mit Schulkameraden auf noch untaillierten Brettern an der Technik gefeilt. Diese Zeiten sind längst vorbei. Kaum eine Primarschule führt heute mehr ein Skilager durch.

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In unserer Jugend war das Skilager eine Selbstverständlichkeit: Mit SKA- oder Rivella-Mützen auf dem Kopf wurde mit Schulkameraden auf noch untaillierten Brettern an der Technik gefeilt. Diese Zeiten sind längst vorbei. Kaum eine Primarschule führt heute mehr ein Skilager durch. Zu gross ist den Lehrern das Risiko, zu klein das Interesse der Schüler. Ein weiterer Grund für die Misere ist die Einwanderung. Die Familien aus fremden Kulturen seien mit dem Schneesport kaum vertraut, klagt Jürg Schmid.

Der Chef von Schweiz Tourismus setzt seine Hoffnung nun auf millionenschwere Lager-Förderprogramme.

Dabei gäbe es eine einfachere Lösung: Statt sich über die «marxistische Unterwanderung» der Universitäten aufzuregen, würde sich Christoph Blocher besser um wahre Schweizer Werte kümmern. Wie wär's mit einer neuen SVP-Zuwanderungs-Initiative und einem Ski- statt Sprachtest? Nur wer einen sauberen Stemmbogen hinlegt, darf einreisen oder auf Asyl hoffen. Denn in der Schweiz gilt seit jeher: Alles fährt Ski. J. A.