Salzkorn

Schwingen ist der schweizerische Nationalsport, was nicht heisst, dass die ganze Nation schwingt. Wer kennt schon die Stand-, Flanken- und Bodenschwünge oder Griffe wie Gammen, Kurz, Hüfter und Wyberhaken?

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Schwingen ist der schweizerische Nationalsport, was nicht heisst, dass die ganze Nation schwingt. Wer kennt schon die Stand-, Flanken- und Bodenschwünge oder Griffe wie Gammen, Kurz, Hüfter und Wyberhaken?

Zum Schwingsport gehört die Grösse XXL wie das Sägemehl. Wer am «Eidgenössischen» unter den Besten sein will, sollte nach statistischer Auswertung durchschnittlich 191 Zentimeter gross und 120 Kilo schwer sein. 2010 in Frauenfeld brachten über die Hälfte der Schwinger 100 und mehr Kilo auf die Waage. Kein Einzelfall sind auch Schuhgrössen über 50.

In Burgdorf schwingen die Bösen dieses Wochenende wieder um den Siegermuni. Fors vo dr Lueg heisst das Prachtstier, das seinerseits stolze tausendeinhundert Kilo wiegt, einen Song auf YouTube und eine eigene Facebook-Seite hat. Eine imposante Berühmtheit. Der künftige Schwingerkönig muss sich erstmal über etliche Gänge beweisen, um mit Fleiss und Schweiss auf den Thron zu kommen. Dafür hat er dann auch einen Promi-Muni verdient. B. S.