Salzkorn

«Was sich liebt, das neckt sich» – das war einmal, als der Blümchensex noch seine Anhänger hatte. Heute, wo etwas Sado-Maso-Erfahrung auch in den gutbürgerlichen Erfahrungsrucksack gehört, wird angekettet. Jedenfalls im übertragenen Sinn.

Drucken

«Was sich liebt, das neckt sich» – das war einmal, als der Blümchensex noch seine Anhänger hatte. Heute, wo etwas Sado-Maso-Erfahrung auch in den gutbürgerlichen Erfahrungsrucksack gehört, wird angekettet. Jedenfalls im übertragenen Sinn.

Einige italienische Städte – darunter Rom und Florenz – haben die Lustschlösser bereits verboten. Jetzt werden sie auch in Paris zum Problem. Zum Sicherheitsproblem. Am Pont des Arts hängen so viele Schlösser von Liebespaaren, dass die Brücke einstürzen könnte. Befürchtet jedenfalls die Stadtverwaltung. Ein Verbot, ist man sich bewusst, brächte wenig.

Vielleicht hilft ja ein Blick nach Dänemark. Dort ist neuerdings, als Folge eines Sparprogramms, die Scheidung via Internet zugelassen. Wenn sich beide Seiten einig sind, reicht ein Mausklick. Mit modernster Technik müsste es eigentlich auch möglich sein, die Liebesschlösser an den Brücken anzupeilen. Wer sich entliebt hat, klickt – und das Schloss ist weg. Die Brückengeländer wären innert Kürze leer. S. L.

Aktuelle Nachrichten