Salzkorn

Wer diese Woche in den Bergen weilt, erlebt es am eigenen Leib: Herbst und Winter stehen vor der Tür. Schneeflocken überraschten in der Nacht auf heute in höheren Lagen nicht nur den einen oder anderen unvorbereiteten Touristen, sondern auch Rinder und Schafe, die den Alpabzug noch vor sich haben.

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Wer diese Woche in den Bergen weilt, erlebt es am eigenen Leib: Herbst und Winter stehen vor der Tür. Schneeflocken überraschten in der Nacht auf heute in höheren Lagen nicht nur den einen oder anderen unvorbereiteten Touristen, sondern auch Rinder und Schafe, die den Alpabzug noch vor sich haben.

Schon wieder Winter, mögen die einen schnöden. Erst noch brutzelte die Wurst auf dem Grill, lockte der See zum Baden oder die laue Sommernacht zum Draussensitzen. Wenn wir doch nur in der Südsee wären, wo einem das ganze Jahr über die Früchte in den Mund wachsen und die Badesaison von Januar bis Dezember dauert. Doch wäre das wirklich das wunschlose (Wetter-)Glück? Geniessen wir den Sommer nicht gerade darum so intensiv, weil wir uns vorher durch die dunklen und kalten Wintermonate kämpfen mussten?

Arme Tropenbewohner, die jeden Tag bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit schwitzen und nie im September – ein paar Schneeflocken sei Dank – schon wieder vom nächsten Frühling träumen können. J. A.