Glosse

Salzkorn

Wir haben uns hier vor kurzem über das Führungspersonal einer Partei lustig gemacht. Das kommt nicht mehr vor. Oder doch?

Pascal Hollenstein
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Vor ein paar Tagen haben wir uns auf diesen Zeilen über den designierten Generalsekretär der SVP Schweiz lustig gemacht. Der Nidwaldner Nationalrat Peter Keller plant nämlich, sein neues Amt neben dem Parlamentsmandat auszuführen, und nebenbei auch noch weiterhin in der «Weltwoche» zu publizieren. Weil das Arbeitspensum Kellers damit im Grunde nur noch sehr klein sein kann, haben wir ihn «Generalsekretärli» genannt und die Weltwoche «Heftli».

Aus der geschätzten Leserschaft ist uns aufgrund dieser ungebührlichen Diminutiva die eine oder andere Verbalinjurie zuteil geworden. Das soll uns eine Lehre sein und wir formulieren deshalb hiermit ein «Salzkorn»-Humorreglement:

1. Humor ist ein wichtiges Gut.

2. Wenn es um die SVP geht, hört der Humor auf.

3. Wenn es um die Weltwoche geht, hört der Humor auf.

4. Wenn es um Christoph Blocher geht, darf der Humor gar nicht erst anfangen.

Sodele. Das schreiben wir uns ein und für allemal hinter die Ohren. Wobei wir reinlich sind und uns auch dort waschen.