Salzkorn

Weshalb fliegen wir ins All, und warum beobachten wir schwarze Löcher?

Thorsten Fischer
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In einem spektakulären Flug hat eine Nasa-Raumsonde Gesteinsproben eines Asteroiden eingesammelt. Schon Tage zuvor hatte die Fachwelt gejubelt: Sie beobachtete ein schwarzes Loch, das Teile eines Sterns verschlingt. Diese Missionen kosten Zeit und Geld. Mittel, die man besser für die Herausforderungen auf der Erde einsetzen sollte, sagen Kritiker. In einem haben sie recht: Ob wirklich neue Erkenntnisse im All gefunden werden, ist keinesfalls garantiert. Und wenn, profitiert davon erst die nächste oder übernächste Generation.

Allerdings wussten bereits die alten Philosophen, dass sich ein Problem besser erkennen lässt, wenn man es aus der Distanz oder der Vogelperspektive betrachtet. Das schafft man durch Nachdenken, aber eben auch, wenn man möglichst weit ins All hinausfliegt. Wer die Erde bevorzugt, begeistert sich vielleicht für Expeditionen in die ebenfalls kaum ergründete Tiefsee. Man braucht jedoch kein Philosoph und keine Forscherin zu sein, um zu wissen: Gratis gibt es den Erkenntnisgewinn dort garantiert auch nicht.