Salzkorn

Warum nicht alle Ueli Maurers Liebe zu Jacqueline Badran nachvollziehen können.

Stefan Schmid
Merken
Drucken
Teilen

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran ist eine Saftwurzel, im Kern aber eine umgängliche und liebenswürdige Person. Das wissen alle, die sie besser kennen.

Bundesrat Ueli Maurer etwa, fürwahr kein politischer Komplize, sprach unlängst von einer Art Liebesbeziehung, die ihn mit Badran verbinde.

So weit, so nett. Doch Badran gehört zu jenen Zeitgenossen, die mitunter harsch bis unflätig austeilen, sollte ihnen etwas gegen den Strich gehen. Und einer kantigen Figur wie Badran geht zahlreiches gegen Strich. Zum Beispiel Journalisten, die nicht so berichten, wie sich das die Zürcherin wünscht. Badran stauchte an der Herbstsession einen SRF-Reporter nicht nur zünftig zusammen, sondern trat mit einem Interview vergangene Woche kräftig nach. Tenor: Sie habe alles richtig und ihr Gegenüber natürlich alles falsch gemacht.

Auf die Gefahr hin, Badran werde nun auch dem Autor dieser Zeilen Saures geben, sei hier Goethe zitiert, der einst festhielt: «Wir alle sind so borniert, dass wir immer glauben, recht zu haben.»