Salzkorn

Der Run auf das «Corona-Wundermittel» Echinaforce ist gross. Nur gut weiss Donald Trump nichts davon.

Jürg Ackermann
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Die Heilpflanze Echinacea ist über Nacht zur Berühmtheit geworden. Auf Twitter fragt man sich angesichts der riesigen Nachfrage: Wird Echinaforce zum Klopapier der zweiten Coronawelle? Überholt die A. Vogel AG, die sich vor Bestellungen kaum retten kann, bald Tesla an der Börse? So weit wird es wohl nie kommen, zumal die Roggwiler Firma gar nicht an der Börse kotiert ist.

Viel entscheidender war die Weitsicht von Gründer Alfred Vogel, die sich erst jetzt in ihrer ganzen Dimension zeigt. Vogel suchte die Heilmittel bekanntlich in der Natur, predigte die fleischarme Ernährung und den vormitternächtlichen Schlaf. Tipps holte er sich von den Sioux-Indianern. Häuptling Schwarzer Elch hatte ihm einst auf einer Reise durch South Dakota erklärt, wie wirksam Echinacea gegen Infektionen hilft. Ein Glückstreffer mit Folgen!

Nur gut liest Donald Trump keine Schweizer Zeitungen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn er merkt, dass das «Corona-Wundermittel» keine Thurgauer, sondern eine ganz und gar amerikanische Erfindung ist.