Glosse

Salzkorn: Oh, Paris (Hilton)

US-Starlet Paris Hilton kommt mit einer Doku zurück. Und redet eine Oktave tiefer. Warum das nicht unbedingt gut enden muss.

Odilia Hiller
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Um ein Haar hätten wir sie vor lauter Kim Kardashian und Kanye West vergessen. Paris Hilton, das Ober-It-Girl der Nullerjahre, die Barbie in tief sitzenden Juicy-Trainerhosen aus Plüsch, kehrt zurück.

In einer Doku, die heute auf YouTube erscheint, unternimmt das einstige Megastarlet den Versuch, ihr wahres Ich zu zeigen. Und entdeckt dabei wortwörtlich die Tiefe.

Ihre piepsige Babystimme ist um mindestens eine Oktave gesunken. Ihre «Real Voice», you know.

Und so beabsichtigt Hilton, ihre Zuschauerinnen auf eine Reise in die Untiefen ihrer Psyche mitzunehmen. Missbrauch soll es da gegeben haben, gleich mehrfach. Das privilegierte Leben der Hotelerbin in Wirklichkeit ein chi­huahuagesäumter Sumpf aus Einsamkeit und Verzweiflung.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Oder gewiefte PR-Damen und -Herren hinter den Tränen vermutet.

Was bei A) Marilyn Monroe, B) Romy Schneider und C) Lady Di funktionierte, kann nicht schiefgehen. Die Tragik des Showbiz ist, dass hinter der Vermarktung der gefallenen Engel meist ein echter Hilferuf steckt. Wie das enden kann, zeigen A, B und C.