Glosse

Salzkorn

Die Pilzsaison naht. Höchste Zeit für eine mykologische Würdigung des hiesigen Politpersonals.

Pascal Hollenstein
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Illustration: Corinne Bromundt

Wenn Sie auf einem Waldspaziergang einem Menschen mit Dauergrinsen im Gesicht begegnen, dann dürfte das ein Hobbypilzler sein. Die Namen vieler Pilze sind durchaus ein Grund zur Heiterkeit.

Flockenstieliger Hexenröhrling, Langstieliger Knoblauchschwindling oder Gelbbeschleierter Schneckling – treffender könnte man eine mykologische Art nicht umschreiben.

Heiter sind auch wir neulich durch den Wald geschlendert und haben uns gefragt, wie man Menschen wohl benennen würde, wenn sie Pilze wären. Zum Beispiel Politiker. Für Christoph Blocher kämen in Frage:

Wulstlippiger Begrenzling, Altbundesrätlicher Täubling oder Geldfordernder Pensionistling.

Rotsockiger Viruswärnling, Kahler Ärztegiftling oder Welschwurzelnder Etatistling würden sich für Alain Berset eignen. Ueli Maurer finden wir im Pilzbuch unter dem Namen Rappenspaltiger Keilüschtling, Viola Amherd trägt den Namen Kämpferischer Jetling. Andreas Glarner: Gifttröpfelnder Spältling.

Und selber? Wie wäre es mit: Gigelisuppiger Salzkörnling?