Glosse

Salzkorn

Den SBB fehlen Lokführer. Das eröffnet Leuten wie Bundesanwalt Michael Lauber, die einen Job suchen, neue Perspektiven.

Jürg Ackermann
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Alarm im Führerstand! Wie der «K-Tipp» enthüllte, lassen die SBB jeden Tag Dutzende Züge ausfallen, weil es an Lokführern mangelt. Fehler in der Planung sind am Personalmangel ebenso Schuld wie die Coronakrise, welche die Ausbildung erschwert hat.

Das ist bitter für alle ÖV-Benützer, eröffnet jedoch auch Leuten eine Perspektive, die sich umorientieren wollen – oder müssen. DJs beispielsweise, die nicht mehr auflegen können. Oder Reisebüro-Mitarbeiter, die kaum mehr Kunden haben.

Zu den Menschen, die bald über viel Zeit verfügen, gehört auch Bundesanwalt Michael Lauber. Angesichts der vielen, arbeitsintensiven Geheimtreffen ist sein Ferienguthaben bekanntlich auf sagenhafte fünf Monate angewachsen, in elf Tagen bereits muss er nicht mehr ins Büro. Nun soll sich Lauber für die Lokführer-Ausbildung interessieren. Gemäss unbestätigten Berichten scheiterte sein Vorhaben jedoch im Anfangsstadium, weil ihn ein Experte bei der ersten Testfahrt durchfallen liess. Lauber hatte vergessen, auf welcher Strecke sich der Zug befand, den er steuerte.