Glosse

Salzkorn

In der Coronakrise, die weiter anhält, hilft nur eins: Ruhe bewahren.

Urs Bader
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Illustration: Corinne Bromundt

Die Coronapandemie ist in verschiedener Hinsicht eine Durchhalteübung. Für alle Betroffenen. Und betroffen sind alle. Die grosse Mehrheit zwar nur passiv, sehr viele aber auch aktiv. Und alle müssen sich auf dem Laufenden halten. Sollten es zumindest.

Der medialen Vermittlung der Pandemie kommt deshalb eine sehr grosse Bedeutung zu. Auch das ist eine Durchhalteübung. Aber nicht nur für Journalistinnen und Journalisten, sondern auch für Leserinnen und Leser, um mal nur beim gedruckten Wort zu bleiben. Muss ich täglich alles lesen? Geht nicht. Aber was ist wichtig, was nur Wichtigtuerei? Jeder Experte weiss es noch besser. Was wirkt erklärend, was eher verwirrend? Was ist Fakt, was bloss Meinung?

Eine grosse tägliche Verlegenheit. Zumal die Lage oft diffus ist und an den schwindelerregenden Satz des Kabarettisten Thomas C. Breuer erinnert: «Nicht eingetretene Ereignisse ziehen eine Kette von ausgebliebenen Folgen nach sich.» Da hilft wohl nur eins: Ruhe bewahren.