Salzkorn

Klopapier hamstern in der Coronazeit? Ich bitte Sie! Ich doch nicht! Oder vielleicht doch?

Thomas Griesser Kym
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Illustration: Corinne Bromundt

Da und dort sind die ersten Rückblicke zu lesen. Auf die heisse Phase der Coronazeit, als die Restaurants und viele Läden dicht machen mussten. Die Leute hamsterten Teigwaren und Tomatenkonserven. Und Klopapier. Ich belächelte die Angsthasen, die überquellende Einkaufswagen über die Supermarktparkplätze zu ihren Autos schoben.

Es war an einem Tag im März, als ich heimkam und mich vor der Jungmannschaft aufbaute, die fragte, wie das denn nun sei mit dem Klopapier. «Wir haben im Fall eine Gesundheitskrise», dozierte ich. «Und keine Produktions- und schon gar keine Versorgungskrise.» Das beruhigte alle.

Am nächsten Morgen fuhr ich ins Büro. Die Supermärkte öffneten gerade, und weil ich auf dem Weg zur Arbeit eh an einer Migros vorbeikam, dachte ich mir, na ja, ein paar Rollen als Reserve können nicht schaden.

Seither sind fünf Monate vergangen. Kürzlich hat einer meiner Söhne unsere Vorratskammer inspiziert. «Wir haben», liess er mich wissen, «noch vier Multipacks mit je 48 Rollen».