Glosse
Salzkorn

Was tun, wenn der FC St.Gallen zu Hause vor nur 750 Fans spielen darf?

Daniel Wirth
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Heute Abend empfängt der Fussballclub St.Gallen als Tabellenführer den FC Zürich im Kybunpark. Ein Klassiker. Das Wetter passt. Alles ist angerichtet für einen sensationellen Fussballabend. Doch es werden nur 750 Zuschauer ins Stadion gelassen. Mehr erlaubt der Bundesrat nicht. Die Gefahr einer zweiten Coronawelle ist noch nicht gebannt.

Der FC St. Gallen spielt bis Ende Saison ohne seinen lautstarken zwölften Mann. Das ist für die Grün-Weissen ein Nachteil, denn heute Abend wäre die Hütte mit über 19000 Zuschauern sicher voll gewesen. Im Fall von Lugano, GC oder Lausanne-Sports spielt die Zuschauerbeschränkung keine Rolle. Dort sind Geisterspiele etwas ganz Normales.

Nun: Der FC St.Gallen könnte ja Fan-Dummies ins Stadion setzen. 19000. Alle im Trikot des Klubs. Alle mit einer Bratwurst in der Plastikhand. Dann wähnten sich die Spieler im vollen Stadion und würden von einem Angriff zum anderen getragen. Irritation gäbe es einzig, wenn einer nach dem 3:0 anstimmt zum Refrain «Steht auf, wenn ihr St. Galler seid, steht auf...».