Salzkorn

Wieso die Schule nach dem zähen Homeschooling letztlich gewinnen wird.

Linda Müntener
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Durchhalten, liebe Eltern, Lehrerinnen und Lehrer. Nach sieben Wochen Unterricht am Küchentisch läuten am Montag wieder die Schulglocken – wenn auch mancherorts nur für die Hälfte der Klasse. Es ist das Ende zäher Stunden im Homeschooling. Über Nacht hatte die Lehrerschaft ein Fernunterrichtprogramm aus dem Boden gestampft, seither werden via Webcam selbst analoge Fächer wie Werken und Handarbeit unterrichtet. Das erfordert Kreativität und Nerven, auch von den Eltern. Oder wie der ehemalige FCSG-Trainer Giorgio Contini sagt: «Homeschooling ist anstrengender, als ein Fussballteam zu führen.»

Die Eltern motivieren nicht mehr bloss an der Seitenlinie. Sie müssen ihre latent antriebslosen Kinder auf dem Platz für Pythagoras und Plusquamperfekt begeistern. Das Spiel gewinnen wird letztlich die Schule. Denn Mama und Papa ahnen jetzt schon: Schafft ihr Sprössling die Aufnahmeprüfung für die Kanti dereinst nicht, liegt das vielleicht doch nicht am Trainer, sondern am Potenzial des Spielers. lim