Glosse
Salzkorn

Wie kann man Zürichs Eigenwerbung in der Restschweiz stoppen?

Gottlieb F. Höpli
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Zürich hat bekanntlich Beamte für fast alles. Auf einem der unzähligen Ämter der Stadt hat man eine Studie verfasst, in der steht, dass Zürich über Erwarten beliebt sei, oder auf Beamtendeutsch: «eine unerwartet positive Aussenwahrnehmung aufweist». Auch das «Züritüütsch» wirke mehrheitlich positiv. Sogar auf Nichtzürcher. Wer glaubt, das hier sei ein Fasnachtsscherz, der sei versichert: Das kann nicht sein. Zürcher haben keine Zeit für Fasnacht.

In der Restschweiz überlegt man sich nun, wie die Zürcher Eigenwerbung zu toppen wäre. So soll im Wallis eine Tourismus-Kampagne mit dem Sujet «Wallis – garantiert wolfsfrei» geplant sein. Derweil in Zug Teslas und Porsches ohne Autoradios angeboten werden, weil nur so abhörsicher. Da wollen St.Galler Marketingstrategen nicht zurückstehen und planen dem Vernehmen nach eine Werbeserie für den verkannten einheimischen Dialekt. Titel: «Gäggeligäl». Sicherheitshalber vorerst einmal ohne Ton, nur auf Plakaten und Inseraten. G.F.H.

zt .