Glosse

Salzkorn

Influencer erbobern die Welt - und mit ihnen andere Berufe, bei deren Bezeichnung manche nur den Kopf schütteln. 

Jürg Ackermann
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Im Tourismus ist es ein Trend: Man lädt Influencer aus aller Welt auf eine Reise ein, um die Schönheiten des eigenen Landes ins Schaufenster zu stellen. Diese Woche tat dies auch Schweiz Tourismus wieder. Weil die Influencer viele Fotos auf soziale Netzwerke stellen, erfahren Millionen Brasilianer oder Inder, welchen Charme Gstaad oder Zermatt ausstrahlen. In einer Zeit, in der selbst Kinder sagen «Wenn ich gross bin, will ich nicht Polizist, sondern Youtube-Star werden», ist das sicher nicht verkehrt. Auch mit Blick in die Zukunft.

Ein deutsches Magazin hat kürzlich aufgelistet, welche Berufe 2030 besonders gefragt sein werden: Neben Influencer sind das Data Scientist, Cloud Engineer, Mobile Developer oder SEO-Spezialist. Dieser weiss alles über Algorithmen und wie diese bei Suchmaschinen funktionieren. Damit lässt sich im digitalen Zeitalter viel Geld verdienen. Sicher aber ist: Wenn so ein SEO-Experte auf einem Kuhfladen ausrutscht und bös auf die Nase fällt, braucht auch er einen Doktor – auch wenn er bei Google oft ganz weit vorne landet.