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Glosse

Salzkorn

Das Wort "Resozialisierung" wird auch fälschlich verwendet.
Gottlieb F. Höpli

Da ist es wieder, das Wort, wenn über Gerichtsurteile wie im «Fall Carlos» gestritten wird: Resozialisierung. Kann denn, so wird gefragt, mit diesem Urteil die «Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelingen»(NZZ)? Bevor die Zweckhaftigkeit des Urteils diskutiert wird, sollte man aber einen Moment lang über den Begriff selbst nachdenken, der uns allen so leicht über die Lippen kommt.

Re-Sozialisierung bedeutet ja, dass eine Person, die einst Teil der Gesellschaft war und dieser dann aus irgendwelchen Gründen abhanden kam, wieder eingegliedert werden könne. Betrachtet man die Täter, über die diskutiert wird – gerade auch den 24-jährigen «Carlos» – so stellt man aber fest, dass diese höchst selten jemals in die Gesellschaft integriert waren. Ihr Ort war oft seit Anbeginn am Rande oder ausserhalb. Sie würden nicht wieder, sondern zum erstenmal Teil der Gesellschaft. Eingliederung wäre deshalb das ehrlichere – und anspruchsvollere – Ziel der Rechtssprechung. G.F.H.

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